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Groth, Alexander (2. Auflage 2017)

von Sep 14, 2021Buchtipps

Der Chef, den ich nie vergessen werden. Wie Sie Loyalität und Respekt Ihrer Mitarbeiter gewinnen, Campus Verlag.

 

Bei Alexander Groth waren wir vor Jahren selbst in einem Train the Trainer Kurs für Kommunikation. Vielleicht ist das der Grund, dass wir in der Folge immer wieder gerne Bücher von ihm in unseren Tipps empfehlen… Da er einfach in vielen Punkten des aktuellen Kulturwandels unsere Haltung verkörpert.

Groth kritisiert, dass sich die Entwicklung von Führung viel zu sehr auf Werkzeuge und Techniken, wie man führt, fokussiere. Doch erlernte Methoden alleine stoßen früher oder später an ihre Grenzen. Sie stärken zwar Wissen und damit Kompetenz und Können, zahlen aber recht wenig auf die Ausstrahlung der eigenen Führungspersönlichkeit ein. Genau von dieser handelt der Ratgeber von Groth. Dem geht es darum, die Persönlichkeit „Schicht für Schicht herauszuschälen, statt außen etwas anzuheften.“ Erst Charakter und menschliche Reife machen zu einem Chef, den man im besten Sinn nie vergisst. Der an das Gute in den Menschen glaubt und  das Beste aus ihnen zum Vorschein bringt. Er orientiert sich an Werten und richtet sein Tun an den Menschen aus.

Für Groth geht wahre Führung von innen nach außen. Dazu widmet er sich im 1. Kapitel der Frage, wie man als Führung Respekt erlangt und Spuren in den Unternehmen, den Köpfen und Herzen der Menschen hinterlässt. Dabei folgt er der Frage, was gute Führung im Unterschied zu gutem Management ausmacht, und warum die Persönlichkeit der Hebel ist. Er spricht über die Kraft von Vorbildern, Humor und Willensstärke – und wie man dabei sympathisch bleibt. Und er geht näher darauf ein, wie Vertrauen, Akzeptanz, Demut und gute Führung zusammengehören.

Der 2. Teil beschäftigt sich mit den Prinzipien, die beim Führen motivierter Mitarbeiter in einem komplexen Umfeld wichtig sind. Eine persönliche Ebene zum Mitarbeiter, eine gute Unternehmenskultur und was sonst  den Kern guter Führung ausmacht sind Inhalt.

Das Buch ist leicht und verständlich und gibt gute Denkanstöße. Die Beispiele aus der Praxis veranschaulichen die Inhalte und jedes Kapitel ist in Empfehlungen zusammengefasst. Gerade Führungsneulinge erhalten hier jenseits von Führungstools gute Impulse für die Reflexion der eigenen Führungshaltung. Erfahrenen Führungskräften mag es zu einfach sein.

Groth selbst gibt in seinem Vorwort eine Anregung, wie das Buch zu lesen ist: „Diese Buch enthält Erkenntnisse, die Ihnen eine lebenserfahrene Führung bei abendlichen Kamingesprächen mit auf den Weg geben würde. Planen Sie regelmäßige Sequenzen für diese Kamingespräche ein. Wenn Sie pro „Sitzung“ einen wesentlichen Gedanken mitnehmen, den Sie umzusetzen beginnen, wird dieses Buch eine wunderbare Herausforderung für Sie sein“ (Vgl. S. 8). So gelesen, kann das Buch für die kommenden Monate ein schöner Begleiter für ein papiergestütztes Selbstcoaching voller Abwechslung sein.

 

Groth, Alexander (2. Auflage, 2017):
Der Chef, den ich nie vergessen werden. Wie Sie Loyalität und Respekt Ihrer Mitarbeiter gewinnen, Campus Verlag.  

 


 

Buchtipp – für noch mehr Inspiration

Sich immer wieder fort- und weiter zu bilden ist v. a. für Kopfarbeiter wichtig. Zum einen wird in der vernetzten Welt Wissen in z.T. höchster Qualität offen im Web geteilt. So kann es in kürzester Zeit in diversen Kontexten neu verknüpft werden. Dazu leisten auch wir bewusst einen Beitrag. Zum anderen wird die Kommunikation von Mensch zu Mensch zentraler Anker. Das gibt dem Menschen Würde und lässt Wissen in die Umsetzung bringen.

Führungskräfte sind für die Entwicklung von Teams verantwortlich. Gerade sie leben daher von Nähe und Distanz, Reflexion und von immer neuen Anregungen. Wie z.B. davon, von Zeit zu Zeit ein Buch in die Hand zu nehmen. Für einen oft kleinen Preis erhalten Leser die über oft lange Jahre entfalteten Gedanken von Autoren zu einem Thema. Das ist ein Geschenk! Also lassen Sie sich von unserem Buchtipp inspirieren und persönlich bereichern. Z.T. genügt dafür schon eine Randnotiz. Z.T. ist aber gerade die vertiefte Einordnung der Texte, ihrer Autoren und deren Denkmodelle erhellend. Irrlehren verstricken sich in Widerspruch zu sich selbst. Und so trainieren Bücher im Zweifel den wachen Geist. Je freier der Kopf beim Lesen ist, umso leichter fällt es dabei, sich auf neues Denken einzulassen. Und umso leichter können daraus weitere Gedanken gedeihen. Davon hängt Verstehen ab. Vorgefasste Meinungen, ererbte und erworbene Ideen sind nicht einfach abzulegen. Dazu bedarf es der Offenheit dem Buch und dem Autor gegenüber. Wenn sich der Leser bewusst einlässt, wird sich sein Blickfeld weiten. Dazu braucht es auch Ruhe und Muse beim Lesen. Die einzelnen empfohlenen Bücher haben wir zum Reinlesen direkt mit den Buchansichten verknüpft. Viele Bücher sind heute übrigens auch als Hörbücher verfügbar… Viel Spaß und Freude mit unserem Buchtipp.

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