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Kliniken in Afrika, Corporate Social Responsibility, DGD-Stiftung für Ruanda

von Aug 1, 2018Aus der Praxis

DGD Referenz Ansprechpartner Ruanda: Pfr. Dr. Joachim G. Drechsel, Vorsitzender des Kuratoriums der DGD Förderstiftung, 2018.

Ziel der Studienreise nach Ruanda

Die DGD Stiftung unterstützt Einrichtungen und Projekte des DGD Netzwerkes mit seinen diakonischen und missionarischen Einrichtungen und Initiativen. Seit jeher in der über 100-jährigen Geschichte sind die Diakonissen in der Krankenpflege tätig und haben Kliniken aufgebaut. Sorge um Kranke ist überkonfessionell gelebte christliche Identität. Anliegen der DGD Kliniken unter dem Dach der DGD Stiftung ist es, das Erbe der von den Schwesternschaften geprägten Werte weiter zu führen. Das Netzwerk ist v. a. in Deutschland tätig, aber auch weltweit. Wie etwa seit 1959 in Ruanda. Auftrag des Förderprojektes für Ruanda 2018 ist es u. a. Perspektiven für das weitere Engagement in christlich geprägten Kliniken in Ruanda zu entwickeln.

Im Zeitraum vom 13.-21.7.2018 waren wir dazu im Rahmen der insgesamt vierten Studienreise des DGD Teil einer zehnköpfigen Projektdelegation unter Leitung des Vorsitzenden des Kuratoriums der DGD Förderstiftung, Pfr. Dr. Joachim G. Drechsel, um uns ein Bild über die Situation in Ruanda vor Ort zu machen. Die Studienreise war voll mit Begegnungen und Impressionen, die unser Bewusstsein für unterschiedliche Arbeitsbedingungen schärften.

Umsetzung

Ruanda und sein Gesundheitswesen

Das kleine Ruanda bzw. das Land der 1.000 Hügel, wie es liebevoll genannt wird, ist landschaftlich reizvoll. Es zählt jedoch auch als das pro Quadratkilometer am dichtesten besiedelte Land in Afrika und gehört zu den armen Ländern der Welt. Zugleich gilt es heute (nach dem Genozid 1994) als eine der saubersten, sichersten und modernsten Nationen in ganz Afrika. Die Entwicklung des landesweiten Gesundheitssystems durch die Regierung etwa gilt als beispiellos für den Kontinent: Fast alle Ruander sind krankenversichert über die Mutuelle de Santé und haben so Zugang zu Gesundheitsversorgung. Daneben gibt es viele private Krankenversicherungen.

Die Zielgruppe der Mutuelle de Santé sind die 93% arme Bevölkerung, die mehr oder weniger auskömmlich von eigener Landwirtschaft lebt. Dennoch können sehr arme Menschen die von ihnen zu entrichtenden Versicherungsbeiträge von knapp 3 Euro pro Jahr häufig nicht aufbringen und sich daher nicht in den lokalen Gesundheitszentren untersuchen und behandeln und im Bedarfsfall weiter in die Krankenhäuser verweisen lassen. Im Falle einer Behandlung bezahlt der Versicherte 10 Prozent der Behandlungs- und Medikamentenkosten. Wenn ein Versicherter diese 10 Prozent nicht aufbringen kann, dann übernimmt ein Fonds die Kosten. Folge dieses Gesundheitssystems ist, dass es zu weniger als 50% durch Landesmittel finanziert ist und überwiegend durch Finanzierung durch ausländische Sponsoren gedeckt wird.

Klinische Strukturen in Ruanda

Das ruandische Gesundheitswesen hat bereits feste Strukturen nach internationalen Vorbildern entwickelt. Es umfasst mehr als 525 Gesundheitszentren, 42 Distrikt- und 5 Referenz-Krankenhäuser. Davon sind 10 Hospitäler in christlicher Trägerschaft. Ein Mangel an qualifizierten medizinischen Fachkräften hat zur Folge, dass im Schnitt 15.000 (!) Patienten auf einen Arzt und 1.250 Patienten auf eine Pflegekraft fallen. Gesundheitszentren wie das etwa von uns in Rubengera besuchte, werden häufig ohne Arzt vor Ort geführt. Die Bedingungen von Ausbildung und Gesundheitsversorgung haben wir auch in Gesprächen mit der Deutschen Botschaft und dem Gesundheitsminister Ruandas MD Patrik Ndimubanzi beraten können.

Mitarbeiter der Zentren gehen in die Familien, um niederschwellig Zugang zu ermöglichen. Denn mangels Bezahlbarkeit von Krankentransporten für die einfache Bevölkerung und aufgrund der Strapazen für Kranke auf den nur unzureichend befestigten Straßen, stellen die Versicherungskosten nicht die einzige Zugangshürde dar. Entbindungen werden daher oft zu Hause durchgeführt. Folge ist, dass Gebärende mit Komplikationen oft zu spät in der Klinik ankommen und bis heute ein nennenswertes Gesundheits- und Sterberisiko für Mutter und Kind bei der Geburt in Ruanda besteht.

Glaube und konfessionelle Krankenfürsorge 

Während Schwesternschaften in Deutschland der Nachwuchs aus dem Inland ausgeht, erleben wir bei den „Abaja ba Kristo“ (Dienerinnen Christi) in Rubengera im Westen Ruandas einen ungebrochenen Zulauf. Glaube hat – anders als oft hierzulande – in der ländlichen Bevölkerung den ersten Stellenwert im Denken und Handeln. Keiner Religion anzugehören, ist selten. Die traditionelle Religion in Ruanda war – in Afrika eher untypisch – monotheistisch. Es wurde nur ein Gott (Imana) verehrt. So war es für Missionare relativ einfach, die Ruander vom Christentum zu überzeugen. Ca. 50% der Bevölkerung sind heute Katholiken. Die protestantischen Gruppierungen zusammen bilden eine fast ebenso große Gruppe, wobei die anglikanische Kirche die größte. Charismatische und freie Pfingstgemeinden schießen derzeit zu hunderten aus dem Boden. Muslime machen aber nur einen kleinen Teil unter 10% aus.

Als Teil des DGD Netzes engagiert sich die Schwesternschaft in Rubengera neben der medizinischen Betreuung für die pädagogische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen und in der Gemeindearbeit. Durch ihre Gemeinschaft sind Schwestern an Ruanda gebunden und wandern daher nicht wie andere Fachkräfte in besser bezahlte Stellen ins Ausland ab. Für die Kooperation sind sie mit ihrer Zuverlässlichkeit ein unabdingbarer Partner für das Funktionieren der Entwicklungshilfe vor Ort.

Zustände im Gesundheitswesen…

Uns als Projektteam schenkte die Schwesternschaft Herzenswärme, Gastfreundschaft und Heimat in der Fremde Afrikas. Trotz intensiven Briefings im Vorfeld zu den uns erwartenden Bedingungen gingen uns die Eindrücke im ruandischen Gesundheitswesen tief unter die Haut. Die persönliche Fürsorge der Schwestern, gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsames Gebet, Singen und Tanzen gaben uns eine emotionale Sicherheit, die half, die Impressionen zu verarbeiten. Denn außer für den Kuratoriumsvorsitzenden, der nach mehr als 30 Visiten vor Ort bestens um die Situation weiß, war es für alle anderen der erste Aufenthalt in Ruanda.

Im Zentrum jedes gemeinsamen Ansinnens des DGD Netzes liegt die Qualifikation und das praktische Training von Fachkräften gerade in den ländlichen Gebieten. Hilfe zur Selbsthilfe, die fördert und fordert, als Form der Unterstützung die nicht in eine dauerhafte Abhängigkeit führt, sondern nachhaltige Perspektiven vor Ort schafft und globale Kooperation auf Augenhöhe ermöglicht, sind das Ziel. Die Projektbeteiligten erleben – auch trotz persönlichen und finanziellem Engagements etwa für Patienten vor Ort – dass für Einzelne wohl ein Unterschied gemacht werden kann, aber unmöglich auf einmal allen Menschen geholfen werden kann. Das ist nicht leicht zu verdauen. Bis Hilfe zu Selbsthilfe in der medizinischen Ausbildung fruchtet, dauert es viele Jahre, ggf. eine ganze Generation lang.

… die unter die Haut gehen

Erst vor Ort wird uns bewusst, wie viel Zuversicht und Durchhaltevermögen es bedarf, sich für eine nachhaltig bessere medizinische Versorgung im Land zu engagieren. Die Zahl der Ärzte und Pflegenden in Ruanda und ihre Ausbildung sind nicht auf europäischem Niveau. Die meisten Kliniken haben nur begrenzt Zugang zu Fachärzten. Gerade in den dringend nötigen chirurgischen Disziplinen fällt der Mangel ins Auge. Partner eines DGD Projekts ist das Kibogora Hospital mit dem dort gemeinsam geschaffenen regionalen Zentrum für Osteomylitis und einer Pflegeschule, die Polytechnic Kibogora. Träger des Hauses im armen Südwesten von Ruanda ist die freie methodistische Kirche am Ort ihrer Missionsgründung. Nach Liberalisierung des Gesundheitswesens finden Zuverlegungen zum Spezialisten aus anderen Häusern statt. Das Krankenhaus hat zudem 5.000 (!) Geburten p.a. bei einer Sektiorate von 60%.

Neben der Klinik liegt seit 2011 eine  Das Haus ist mit 140% Belegungsquote überbelegt. In Zimmern mit bis zu 30 einfachen Betten teilen sich nicht selten 2 Patienten ein Bett (!). Die Patienten- und Speisenversorgung erfolgt zu 99% durch Angehörige. Diese schlafen bei Bedarf unter den Betten des Patienten. Während unserer Hospitation lag unbeachtet mitten in einem solchen Raum ein im Sterben liegender Mann. Vorhandene Infrastruktur wie ein C-Bogen ist seit Monaten nicht Instand gesetzt. Die DGD Stiftung unterstützt das Haus z. B. beim Beschaffen fehlender OP Ausrüstung und durch 3-4 Einsätze p.a. von Fachkräften aus Europa, die Know- How vermitteln, praktisch anleiten und mitarbeiten. Die Stiftung fördert die Vernetzung der christlichen Träger. Darin sieht sie die Chance, unter Organisation von Schwesternschaften, Know-how an den Kliniken im Land zu binden.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Ein weiterer Tagesbesuch fand im Kirinda Hospital (Karongi District) der Presbyterianischen Kirche statt, nahe deren Gründungsort. Das gemeinsame Gebet steht zu Beginn unseres Besuchs. Das engagierte, aber unter hygienisch und infrastrukturell schwierigen Bedingungen arbeitende, quantitativ überlastete Personal bestätigt später, dass der Spirit des gemeinsamen Morgengebetes besondere Motivation auf das medizinische Personal ausstrahlt. Im Kirinda Hospital wurde uns eine deutlich bessere Ausstattung und organisatorische Struktur präsentiert. Jedoch fehlt es an medizinischem, v.a. an chirurgischem Personal, um diese zu nutzen. OP und Betten stehen im Juli leer, obwohl im letzten Jahr offenbar schon ein deutlicher Patientenaufbau in Geburtshilfe und Augenheilkunde gelungen ist (wegen der Fälligkeit der Krankenversicherung im Juli). Die Belegung wird hier mit 80% angegeben.

Die Projektgruppe hatte dank des persönlichen Engagements von Hr. Dr. Drechsel Gelegenheit mit dem Bischof der Freien Methodistischen Kirche in Ruanda (EMLR), Most Rev. Samuel Kayinamura und mit Bischof Pfr. Dr. Pascal Bataringaya*, Präsident der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche in Ruanda (EPR) Strategien zum Aufbau von Know-how zu diskutieren. Erste Kooperationen der Kirchen bestehen bereits im Zusammenschluss in einer protestantischen Universität. Auch über diverse Kliniken können medizinische Spezialisten, Gerätetechniker und Trainings gemeinsam finanziert und ausgelastet werden. Beim Aufbau der Technik können Second Opinions per Ferndiagnostik die Diagnostik und Therapie verbessern.

Kernproblematik: Fachkräftemangel 

Wo medizinische Fachkräfte – auch wegen begrenzter staatlicher Mittel zum Finanzieren des Gesundheitssystems – gänzlich fehlen und nicht gebunden werden können, können sie auch nicht mit internationaler Hilfe weiter qualifiziert werden. Im Ergebnis ist die ruandische Bevölkerung dann trotz allen Engagements medizinisch nur unzureichend versorgt. Ohne Anreize für eine hinreichend große Anzahl gut ausgebildeter Mediziner, dauerhaft im Land zu arbeiten, lässt sich die Situation kaum ändern. Ein global organisiertes Netzwerk konfessioneller Krankenhäuser in einer gemeinsam empfundenen Identität und Verbundenheit kann hier unter den richtigen Bedingungen für mehr Stabilität in der Gesundheitsversorgung vor Ort sorgen. Die staatliche Unterstützung erhalten sie ebenso wie alle anderen Kliniken im Lande.

Über die globale Zusammenarbeit in einer Institution ist es so möglich, Spezialisten-Know-how international zu unterstützen und über mehrere Einrichtungen zu bündeln, was sich eine einzelne Klinik an Vorhaltung kaum leisten kann.

Ergebnis

Es ist uns wichtig, einander auf Augenhöhe mit Wertschätzung füreinander zu begegnen. Ungeachtet der Armut und der schwierigen Bedingungen sind Unterstützung und Einsatz für die Gemeinschaft stark. Man trifft auf positive Ausstrahlung und viel Freundlichkeit bei den Menschen. Gotteshäuser platzen aus allen Nähten, es wird gemeinsam gebetet, gesungen und getanzt. Die Einrichtungen zeigen sich sehr gastfreundlich und offen für Kritik. Sie strahlen den Willen zur Verbesserung und Hoffnung auf internationale Unterstützung aus. Wir selbst lernen Demut vor dem Überfluss und den Möglichkeiten, die uns in der Heimat zur Verfügung stehen. Man kommt mit der Fülle der Eindrücke als anderer Mensch aus Ruanda zurück als beim Aufbruch. Wir hoffen, vieles an der Verbindung zu den Menschen am Äquator zurück im Alltag in unseren Herzen zu bewahren.

Weitere Schritte

Um das Netzwerk weiter mit Leben zu füllen, bedarf es anknüpfender nächster Schritte und persönliches Engagement für Solidarität und Gerechtigkeit. Konkrete Ziele etwa zur weiteren Vernetzung der konfessionellen Kliniken vor Ort begleitet das DGD Netzwerk weiter. Für die effiziente Auslastung und Planung von künftigen Trainings und Praxisanleitungen in den kirchlichen Kliniken hat auch der Gesundheitsminister MD Patrik Ndimubanzi seine Unterstützung und Öffnung für alle Ärzte im Land zugesagt. Im kommenden Jahr sind bereits weitere Reisen mit dem Einsatz von Fachkräften geplant und weitere Unterstützung der Projekte der Schwesternschaft.

Wenn auch Sie Ihr medizinisches Know-how für 1-3 Wochen zur Verfügung stellen wollen, freut sich das DGD-Netzwerk sehr auf Ihre Unterstützung. Es konnte geklärt werden, dass der Arbeitseinsatz im Verbund bis 3 Wochen auch ohne Arbeitsvisum möglich ist. Bitte melden Sie sich einfach bei uns zur weiteren Konkretisierung. Wer sich bereits geprüft hat und für einen längerfristigen Einsatz von 2-3 Jahren nach Ruanda gehen will, findet aktuell bei CFI (christliche Fachkräfte international, Stuttgart) etwa eine Stellenanzeige für eine Pflegekraft oder Hebamme für das Kirinda Hospital.  Doch auch ohne persönlichen Einsatz vor Ort kann mit kleinen finanziellen Mitteln die Arbeit vor Ort unterstützt und ein Unterschied gemacht werden. Zuwendungen für die Projekte und Aufgaben der Schwesternschaft, die bei den Armen vor Ort ankommen, können überwiesen werden an:

Konto: DGD-Stiftung
Stichwort: Rubengera 2018.
IBAN: DE18 5335 0000 0014 0045 05
BIC: HELADEF1MAR

 

* Ein aufrechtes Häuflein engagierter Christen, v.a. Studenten, rief am Neujahrstag 1994 zum Friedensmarsch in der ruandischen Hauptstadt Kigali auf. Krieg lag in der Luft, Menschen hatten sich bewaffnet, das Radio peitschte zum Hass gegen die Volksgruppe der Tutsi auf. Die Studenten hatten ein Manifest: „Nein zur Zerstörung unseres Landes. Nein zu Lüge und Manipulation. Wir verpflichten uns, unsere Verantwortung auf uns zu nehmen.“ Sie riefen die Kirchenleitungen an – die evangelische und die katholische – das Manifest zu unterschreiben und für den Frieden auf die Straße zu gehen. Vergeblich. Einer der Verfasser, Pascal Bataringaya, war damals 22 Jahre. Er malte Transparente: „Unsere Kinder brauchen Frieden.“ Und war fassungslos, dass seine Kirche sich dem Friedensmarsch nicht anschloss. Nach dem Genozid studiert er Theologie in Deutschland, befasste sich mit der Friedensethik von Dietrich Bonhoeffer, über die er schließlich promovierte. In seiner Dissertation arbeitete er die Schuldver­strickung seiner Kirche auf. Immerhin – 1996 legte die EPR ein Schuldbekenntnis ab: „Die Synode bekennt, dass die Kirche sich vor der Welt schämt, weil sie nichts gesagt und getan hat, in einer Zeit, in der es sehr notwendig war… Weil die Kirche ihre Mission nicht erfüllt hat, bittet die Kirche um Vergebung.“
(aus: Ursula Ott: Das Land der 1.000 RätselSerie Mission: Ist das Christentum in Ruanda gescheitert? Online Abruf in: chrismon).

Referenz

ProjektImpressionen aus Kliniken in Afrika, Corporate Social Responsibility, Projekt der DGD-Stiftung für Ruanda
Ansprechpartner: Pfr. Dr. Joachim G. Drechsel, Vorsitzender des Kuratoriums der DGD-Förderstiftung
Zeitraum: 2018

Botschafter für Ruanda

Gemeinsam im Gespräch in Kigali (von links nach rechts): EPR Kirchenpräsident Pfr. Dr. Pascal Bataringaya, Dr. Elke Eberts, Bischof der Freien Methodistischen Kirche in Ruanda (EMLR) Most Rev. Samuel Kayinamura, Kuratoriumsvorsitzender der DGD-Förder-Stiftung Pfr. Dr. Joachim G. Drechsel, Chefarzt Dr. med. Thomas Knörzer, Abaja ba Kristo Principal Sister Marie-Louise, Denise Lippe, Heike Anders, Prof. Dr. med. Michael Sachs