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Janssen, Bodo | Grün, Anselm (4. Aufl. 2017)

von Mai 12, 2020Buchtipps

Stark in stürmischen Zeiten. Die Kunst sich selbst und andere zu führen. Ariston Verlag, München.

Dieses Mal ist unser Buchtipp eher ein Filmtipp – doch ein Buch gibt es auch dazu. Der Film heißt „Die stille Revolution“. Den Rahmen der Dokumentation bildet die Geschichte des Hotelerben Bodo Janssen. Dazu kommen viele weitere Menschen zu Wort: Mitarbeiter, Manager und andere Menschen, die sich mit Werten und Führung auseinander setzen wie z.B. der Benediktinermönch Anselm Grün, der Hirnforscher Gerald Hüther, der ehemalige Geschäftsführer von DM Götz Werner oder der ehemalige Personalvorstand der Telekom Thomas Sattelberger.

Als Manager einer Hotelkette wurde Janssen in einer Mitarbeiterbefragung für seinen autokratischen und zahlenlastigen Führungsstil abgestraft. Hart und nüchtern: Seine Mitarbeiter wollten einen neuen Chef. Das war ein Schlag. Anstatt gekränkt zu reagieren oder das Ergebnis herunter zu spielen, ließ Janssen das Feedback an sich heran und beschloss, es zur Veränderung zu nutzen. Er besuchte Kurse im Kloster bei Anselm Grün zur spirituellen Führung und reflektierte v.a. eins: sich selbst. Er lernte sich selbst bewusst zu führen und seine Werte zu erkennen. Dann begann er, die Strukturen in seinem Unternehmen zu verändern und einen radikalen Kulturwandel einzuleiten, hin zu Werten wie Offenheit, Vertrauen, Achtsamkeit und Wertschätzung. Zudem wird der Wert Freiheit für das Unternehmen zu einem zentralen Anker: Dass jeder Mitarbeiter bei seiner Arbeit die Freiheit hat, sich persönlich weiterzuentwickeln und sich dafür einzusetzen, was ihm wichtig ist.

Der Film zeigt verschiedene Facetten des Wandels und lässt Mitarbeiter zu Wort kommen. Er gibt Impulse und verdeutlicht, dass auch ein radikaler Kultur-Wandel im Unternehmen möglich ist, wenn die Führungskräfte selbst wirklich dahinter stehen. Wenn sie für sich selbst klar sind, was sie erreichen möchten.

Ergänzend zum Film empfiehlt sich das von Bodo Janssen und Anselm Grün verfasste Buch „Stark in stürmischen Zeiten: Die Kunst, sich selbst und andere zu führen“. Darin zeigen die beiden auf, wie es für Unternehmen und ihre Mitarbeiter möglich ist, die über 1.500 Jahre alten Regeln des heiligen Benedikts und die damit über Jahrhunderte in der klösterlichen Gemeinschaft gemachten Erfahrungen zu verbinden und umzusetzen. Dabei geben sie konkrete Beispiele aus der Praxis und stellen dar, wie Verbundenheit, Offenheit und gemeinsame Ziele ein gelingendes Miteinander ermöglichen.

Janssen, Bodo | Grün, Anselm (2017):
Stark in stürmischen Zeiten, Die Kunst sich selbst und andere zu führen. Ariston Verlag, 4. Auflage, München.

Hier geht es zum Trailer von Die stille Revolution. Dokumentation von Kristian Gründling, 2016.

 


 

Buchtipp – für noch mehr Inspiration

Sich immer wieder fort- und weiter zu bilden ist v. a. für Kopfarbeiter wichtig. Zum einen wird in der vernetzten Welt Wissen in z.T. höchster Qualität offen im Web geteilt. So kann es in kürzester Zeit in diversen Kontexten neu verknüpft werden. Dazu leisten auch wir bewusst einen Beitrag. Zum anderen wird die Kommunikation von Mensch zu Mensch zentraler Anker. Das gibt dem Menschen Würde und lässt Wissen in die Umsetzung bringen.

Führungskräfte sind für die Entwicklung von Teams verantwortlich. Gerade sie leben daher von Nähe und Distanz, Reflexion und von immer neuen Anregungen. Wie z.B. davon, von Zeit zu Zeit ein Buch in die Hand zu nehmen. Für einen oft kleinen Preis erhalten Leser die über oft lange Jahre entfalteten Gedanken von Autoren zu einem Thema. Das ist ein Geschenk! Also lassen Sie sich von unserem Buchtipp inspirieren und persönlich bereichern. Z.T. genügt dafür schon eine Randnotiz. Z.T. ist aber gerade die vertiefte Einordnung der Texte, ihrer Autoren und deren Denkmodelle erhellend. Irrlehren verstricken sich in Widerspruch zu sich selbst. Und so trainieren Bücher im Zweifel den wachen Geist. Je freier der Kopf beim Lesen ist, umso leichter fällt es dabei, sich auf neues Denken einzulassen. Und umso leichter können daraus weitere Gedanken gedeihen. Davon hängt Verstehen ab. Vorgefasste Meinungen, ererbte und erworbene Ideen sind nicht einfach abzulegen. Dazu bedarf es der Offenheit dem Buch und dem Autor gegenüber. Wenn sich der Leser bewusst einlässt, wird sich sein Blickfeld weiten. Dazu braucht es auch Ruhe und Muse beim Lesen. Die einzelnen empfohlenen Bücher haben wir zum Reinlesen direkt mit den Buchansichten verknüpft. Viele Bücher sind heute übrigens auch als Hörbücher verfügbar… Viel Spaß und Freude mit unserem Buchtipp.

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