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Referenz Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Jochen Greiner, Ärztlicher Direktor Innere Medizin, 2013-2017

 

Ziel

Prof. Dr. J. Greiner hat die Leitung der Inneren Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie, Palliativmedizin am Diakonie Klinikum Stuttgart übernommen. Das Denken in Prozessen und eine strukturierte, Menschen zugewandte Medizin sind ihm ein Anliegen. Jeder Arzt der Klinik ist angehalten, schon bei Aufnahme des Patienten im Diakonie Klinikum Stuttgart sich Zeit zu nehmen, sich ein Bild von der Behandlung zu machen und dieses an die beteiligten Berufsgruppen zu kommunizieren. Ihm geht es um ein Denken im Alltag von der Zukunft her. Vorstellung des Chefarztes war: Zum Aufbau seines Klinikmanagements sollte die Weiterentwicklung der Prozesse in der bestehenden Struktur durch berufsübergreifendes Einbinden aller Führungskräfte seiner Klinik erfolgen. Denken in gemeinsamen Zielen, statt Denken in Berufsgruppen.

The people who are crazy enough to think they can change the world are the ones who do.
(Steve Jobs, “Think Different” Commercial, 1997)

 

Umsetzung im Diakonie Klinikum Stuttgart

Das Ziel der Entwicklung des Klinikmanagements folgt den folgenden Zielen der künftigen Zusammenarbeit:

  • Der Einzelne denkt im Sinne des Ganzen. Sei es auf Ebene der Klinik oder auf der Ebene der Patientenbehandlung.
  • Perfekte Zustände im Klinikalltag sind selten. Ein Team entfaltet seine Stärke im Zusammenspiel durch gegenseitige Ergänzung. Gerade also auch im Umgang mit immer neuen Stolpersteinen.
  • Übergreifende Themen fordern zentrale Lösungen. Je nach Frage finden agil zusammengesetzte Teams in der Regel bessere Lösungen als einzelne Personen. Durch die direkte Beteiligung des Chefarztes sind dabei die Wege kurz. Dies fördert die Mitgestaltung aller.

Der Teamdialog wurde durch Arbeitszirkel gefördert. Diese übernehmen die Rolle von Vordenkern in der Abteilung und erarbeiten in kurzer Zeit gemeinsam abgestimmte Abläufe. Die Devise war: Lieber kleine, aber stetige Schritte, statt Konzepte für die Schublade zu schaffen. So wird jedes Konzept zügig in Praxistests erprobt. Aufgaben der Führung sollen sich auf viele Schultern verteilen. Wer Leitung sein will, muss „leiten und anleiten wollen“ und diesen Anspruch mit Leben füllen – oder sich dazu entscheiden, Führung auf andere zu übertragen. Fach-, Organisations- und Führungsaufgaben müssen nicht in der gleichen Person zusammenfallen. Dies kommt einer Team- und Organisationsentwicklung über alle Bereiche und Berufsgruppen gleich mit der Neuverteilung der Verantwortung und der Abstimmung der Abläufe. 

 

Ergebnis

Mitarbeiter aller Berufsgruppen werden gefördert, ihre Stärken einzubringen und ihre Rolle im Sinne des Ganzen ausfüllen. Jeder erhält eine faire Chance, sich mit der Organisation und in gegenseitiger Unterstützung weiterzuentwickeln. Durch die aktive Mitgestaltung am System soll eine  neue Teamkultur mit hohem Leistungswillen und hoher Exzellenz entstehen. Was mehr als alles andere den nachhaltigen Erfolg ausmacht, sind die Menschen, die das Ziel zu ihrem persönlichen Anliegen machen. Kurze Entscheidungswege fördern das zügige Vorankommen in der Veränderung. Genau dieses Arbeiten ist es, das zunehmend im Alltag nötig ist. Das abgrenzende Denken in Berufsgruppen und Bereichen gegenüber dem gemeinsamen Ziel wird dabei immer wieder überwunden.

Referenz

ProjektTeamcoaching, Diakonie Klinikum Stuttgart
Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Jochen Greiner, Ärztlicher Direktor Hämatologie und Onkologie, Stammzelltransplantation, Palliativmedizin Diakonie Klinikum Stuttgart
Zeitraum: 2013-2017

Erfahren Sie noch mehr zum Thema

Klöss, T.; Ruhl, S (2012): Entwicklung medizinischer Fachabteilungen – Change Management unter Kostendruck, in: Klinikarzt 01.2012.

Dieterich, M.; Jacobs, P.; Eberts, E. (2011): Entwicklung einer berufsübergreifenden Verantwortungskultur, Ein Beispiel am Klinikum der Universität München (KUM), in: Klinikarzt 02.2011.

Edinger, S.; Eberts, E. (2010): Kosten-Erlös-Transparenz für medizinische Fachabteilungen, in: M&K 08.2010.