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Referenz Ansprechpartner: Christoph Schmitz, Geschäftsführer Katholisches Marien Krankenhaus Hamburg, 2019

Ziel

Der OP zählt zu den leistungsdichtesten Bereiche im Krankenhaus, wo es am meisten auf perfektes Timing ankommt, damit die Vielzahl an in der Versorgung direkt oder mittelbar beteiligten Personen effektiv Hand- in-Hand arbeiten. Die Geschäftsführung des Katholischen Marienkrankenhauses in Hamburg hatte uns zu einer OP-Analyse beauftragt. Es sollte ein OP-Review durchgeführt und daraus Handlungsfeldern und Maßnahmen abgeleitet werden. Übergeordnetes Ziel war es, die Leistungs- und Kommunikationsprozesse im OP Schritt für Schritt zu verbessern und die interprofessionelle Zusammenarbeit zu fördern.

Umsetzung im Marien Krankenhaus Hamburg

Nach einer ersten Begehung des OP Bereichs setzten wir mit den Verantwortlichen des perioperativen Teams die Planung für den OP Review auf, der im Kern aus einer Prozessbeobachtung von zwei Tagen basieren sollte. Zum einen sollten die Kernprozesses im OP begutachtet werden. Zum anderen eine Vielzahl von Beteiligten interviewt werden. Dazu umfasste die Begehung Gruppen- und Einzelinterviews mit Leitungskräften und Mitarbeitern des perioperativen Teams. Hinzu kamen Gespräche mit den wichtigsten Nutzern (Hauptoperateure). Auch Mitarbeiter der Stationen und Ambulanzen wurden in die Interviewplanung eingebunden, um die Themen in den vor- und nachgelagerten Prozessen zusammenzutragen. Im Vorfeld der Begehung forderten wir bereits Daten an, die neben Kennzahlen auch Daten aus Mitarbeiterbefragungen, Personalbedarfsplanungen und weiteren Quellen enthielt.

Im Rahmen der Begehung wurden neben Schwächen und Verbesserungen auch die Stärken und Möglichkeiten erhoben. Zudem wurden vielfältigste Varianten und Optionen für die strategische Weiterentwicklung diskutiert. Im Nachgang wurden die erhobenen Informationen und gesammelten Erkenntnisse mit den Ergebnissen der Datenanalyse zusammengeführt und in einer Ergebnispräsentation aufbereitet. Die Ergebnisse wurden zunächst der Steuerungsgruppe präsentiert. Basierend auf der Analyse wurden gemeinsam mit den Verantwortlichen die konkreten Handlungsfelder festgelegt und je Handlungsfeld Maßnahmen abgeleitet. Diese wurden sogleich auch in eine Zeitplanung überführt. So war es Ziel, aus einer zügigen Analyse, genauso zügig in die Umsetzung mit dem OP-Team zu kommen.

Ergebnis

Neben der fachlichen Analyse und der Ableitung klarer Handlungsempfehlungen und Maßnahmen für eine Verbesserung der Prozesse und Zusammenarbeit im Marien Krankenhaus Hamburg war die enge Einbindung der Betroffenen über alle Hierarchieebenen hinweg ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Identifikation mit den Ergebnissen und für die Umsetzung der Maßnahmen. Die vielfältigen geführten Interviews haben dazu beigetragen, dass ein großes Interesse an den Ergebnissen entstanden ist. Die Motivation am Projekt und den initiierten Maßnahmen mitzuarbeiten wurde auch dadurch gestärkt – obwohl die Skepsis zu Beginn in verschiedenen Bereichen hoch war.

Natürlich ist gerade in Bereichen wie dem OP die Fach-Diskussion aller Beteiligten an einem Tisch wichtig. Doch die beste inhaltliche Analyse und fachliche Absicherung kann nur dann zu guten Umsetzungserfolgen führen, wenn die beteiligten Personen bereit sind, die Ergebnisse mitzutragen. Im OP, wo es angesichts der eingebundenen Berufsgruppen, Disziplinen und Bereiche viele Partikularinteressen gibt, ist dies entscheidend für den Erfolg des Projektes.

Referenz

Projekt: Der OP Review: Berufsübergreifende Analyse, Katholisches Marien Krankenhaus Hamburg
Ansprechpartner: Christoph Schmitz, Geschäftsführer Katholisches Marien Krankenhaus
Zeitraum: 2019