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Referenz Ansprechpartner: Claudia Lehmann-Uthe, Leiterin Ressort Personal & Thomas Prickartz, Leiter Ressort Qualitäts-/Projektmanagement, Klinikum Dresden, 2021-2022

Ziel – Grundsätze moderner Führung

Über ein knappes Jahr lang haben 26 aus Arzt, Pflege und Verwaltung bunt gemixte Gruppen von Führungskräften am Modul Führung des ESF Projekts „Qualisan“ teilgenommen. Fast 300 Führungskräfte haben allen Corona Widrigkeiten getrotzt und sich zwei Tage aus dem Alltag genommen. Ziel dabei war, sich intensiv mit den Grundsätzen zeitgemäßer Führung auseinander zu setzen. Der gesellschaftliche Wandel und der massive Fachkräftemangel fordern Kliniken. Mitarbeitende wollen im Alltag in Zusammenarbeit mit ihren jeweiligen Expertisen so gefördert werden, dass es den Einzelnen und die Teams weiterbringt. Wo miteinander Ergebnisse entstehen, da erwachsen Motivation und Tatkraft.

Umsetzung im Klinikum

Um dialogisch zu führen, haben gerade Kliniken etliche Schnittstellen von Berufen und Abteilungen zu überwinden und attraktive Arbeitswelten zu gestalten. Dazu hat das Klinikum den Aufbruch gestaltet. Ein Stück weit verlangt es seinen Führungskräften hierbei einiges ab: Es fordert, Abschied zu nehmen von einseitigem Top-Down und einsamen Entscheidungen. Um das Klinikum im dialogischen Miteinander voranzubringen. Es bedarf, Führung wie ein agiler Teamcoach – wie es neudeutsch heißt – als Dienstleistung wahrzunehmen und den Teams in ihrer Alltagskompetenz so viel Selbstorganisation wie möglich zuzutrauen. Dafür hat das Klinikum mit dem Programm auch eine fundierte Basis geschaffen. Gerade, wenn es um Werkzeuge und Vernetzung für den Wandel geht. Die Führungskräfte haben dies nach anfänglichen Widerständen – wegen des Drucks des Tagesgeschäfts – aufrichtig begrüßt.

Die Teilnehmer waren sich schnell einig: Auf dem Weg braucht es eine Haltung des Füreinanders und des Ermöglichens, Kommunikation, Transparenz und eine gute Fehlerkultur. Gerade Vernetzung und das persönliche Miteinander in einer Organisation mit fast 4.000 Mitarbeitenden werden als zukunftsweisend bewertet. Dabei haben die Führungskräfte sich selbst und ihr Umfeld reflektiert und Handwerkszeug für die Führungsarbeit mit und ohne disziplinarische Macht mitgenommen. Seit April hat sich dann das Direktorium neu gebildet. Bereits seit Ende März nahm es geschlossen als oberstes Leitungsteam einen Part in den Gruppen wahr. Dabei hat es v.a. zugehört bei den praktischen Alltagsproblemen der Teams und war im offenen Dialog. Von beiden Seiten wurde die direkte Kommunikation als bereichernd und wegweisend wahrgenommen. 

Ergebnis

Entwicklung braucht Mehrheiten. Ein Grundstock dafür wurde gesetzt. Nun geht es darum, die Erstfassung der Führungsgrundsätze, kurz und prägnant auch auf dem Papier weiter zu schärfen, wie sie als gemeinsames Verständnis in den Gruppen diskutiert wurden. Und was noch viel wichtiger ist: Sie im Alltag mit Leben zu füllen.

Klares Votum der Teilnehmenden ist, solche Netzwerkveranstaltungen regelmäßig fortzuführen. So lässt sich die interprofessionelle und interdisziplinäre Teamarbeit im Klinikum voranbringen. Und das Fazit der Trainerin? Das Klinikum Dresden hat über alle Standorte gute Medizin und jede Menge Führungskräfte, die sich mit ihrem Haus identifizieren und Herzblut für ihre anvertrauten Mitarbeitenden und Bereiche einbringen. Das gibt Mut und Zuversicht, den Herausforderungen der Zeit stellen und gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln.

Referenz

ProjektGrundsätze moderner Führung, Städtisches Klinikum Dresden
Referenz Ansprechpartner:

Claudia Lehmann-Uthe, Leiterin Ressort Personal
Thomas Prickartz, Leiter Ressort Qualitäts-/Projektmanagement
Zeitraum: 2021-2022