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Fachabteilungsintegration zweier Kliniken, Städt. Krankenhaus Nettetal

von Feb 19, 2018Aus der Praxis

Referenz Ansprechpartner: Jörg Schneider, Geschäftsführer, Städtisches Krankenhaus Nettetal, 2017

Ziel

Unter dem Dach der Inneren Medizin mit über 100 Betten und einem Vielfachen an Mitarbeitern sollen im städtischen Klinikum Nettetal die Kliniken für Gastroenterologie und Kardiologie ein geschärftes medizinisches Profil leben. Zugleich soll die Führung beider Fächer unter zwei Chefärzten künftig integrativ mit einem gemeinsamen Konzept der Organisation erfolgen. Dafür braucht es eine klare Strategie und eine klare Verteilung der Rollen.

Umsetzung im Krankenhaus Nettetal

Am Anfang standen die Analyse der Bereiche und Gegebenheiten vor Ort an. Zum Vertiefen der Diagnose wurden Interviews mit Mitarbeitern beider Kliniken geführt. Dabei wurde u. a. der Frage der Stärken, Potenziale und Chancen von morgen sowie den Risiken der Nichtveränderung nachgegangen. Die Eindrücke gingen in die ersten gemeinsamen Reflexionen mit den beiden Chefärzten und der Geschäftsführung ein. Auf der Basis wurde dann im weiteren Verlauf alle 14 Tage die Neuorganisation des Tagesgeschäftes mit den Chefärzten stetig weiter reflektiert. Blinde Flecken wurden beleuchtet. Bestehendes konnte dank der Offenheit aller Beteiligten schon bald in einem kreativen Prozess von Grund auf hinterfragt werden.

Auf Ebene der Leitung bewirkte der Prozess ein weiteres Zusammenwachsen als ein Team. Die Frequenz der 14 Tage war dabei sehr förderlich. Die Zeit zwischen den Terminen wurde zu einem Wirkfaktor und wurde von den Beteiligten zur Umsetzung Ihrer “Hausaufgaben” genutzt. Durch Einbinden, durch die Diskussion und die informellen Abstimmungen zwischen den Sitzungen wurden Vertrauen, Verlässlichkeit, Offenheit zueinander gestärkt und ein gemeinsamer Sinn für Möglichkeiten geschaffen. So konnten künftige Strukturen und Abläufe durchdacht werden. Durch Disziplin und gute Vorbereitung der Beteiligten wurde in einem Quartal die Potenziale im regionalen Markt aufgegriffen und auch das Neuaufsetzen der Medizinstrategie abgeschlossen. Das medizinische Profil der Klinik wurde dabei geschärft. Mit beiden Chefärzten konnten die Personalfragen, Geschäftsordnung und -verteilungsplan auf Basis der Vorarbeiten schnell erledigt werden. Strategische Maßnahmen wurden erarbeitet und in Zeitpläne gegossen.

Die Teamführung nutzt viele Synergien, stellt sie jedoch auch hohe Erwartungen an das Leitungsteam und sein gemeinsamen Wir-Verständnis. Die Basis dafür den Kulturwandel wurde durch die mehrwöchige gemeinsame konzeptionelle Arbeit in jedem Fall gelegt und ein grundlegend gemeinsames Verständnis wurde gefestigt.

Ergebnis

Nach einer nur dreimonatigen intensiven Konzeption geht das Konzept der zwei integrierten Kliniken bereits 2018 in die Umsetzung. Dadurch, dass die Lösungen von Anfang an zusammen im Leitungsteam errungen worden sind, haben sich bereits ein Wir-Gefühl, gemeinsame Ziele, Rollen und Vorstellungen entwickelt. Dies ist die Basis, um mit den nachfolgenden Ebenen an der Umsetzung zu arbeiten. Der Schritt i ist konzeptionell genügend vorgedacht, so dass der Integration beider Kliniken nichts mehr im Wege steht. Die hohe Motivation im Leitungsteam wirkt heute schon ansteckend.

Referenz

ProjektIntegrative Fachabteilungsentwicklung zweier Kliniken, Städtisches Krankenhaus Nettetal GmbH
Ansprechpartner: Jörg Schneider, Geschäftsführer, Städtisches Krankenhaus Nettetal
Zeitraum: 2017


Wir berichten laufend über Referenzprojekte aus der Praxis

Alle 3 Monate berichten wir von einem aktuell laufenden oder gerade abgeschlossenen Projekt. Unter unseren Referenzen seit dem Jahr 1999 finden sich mehrere 100 Kliniken. Darauf sind wir sehr stolz. Stolz, weil uns so viele Kliniken Jahr für Jahr ihr Vertrauen bei ihren offenen Fragen rund um den Wandel schenken. Quantität spricht erst einmal für Erfahrung. Sie sagt aber alleine nichts über die Qualität in der Begleitung. Die Branche ist im Umbruch. Das ist unser Element. Dabei bemühen wir uns stetig, aktuelle Beispiele aus unserer Praxis offen zu teilen. Die positiven Beispiele sind es, die einem schnellen Wandels den Boden bereiten. Das offene Mindset ist es, das Menschen verbindet und sie über sich selbst hinaus wachsen lassen kann. Die Haltung des Gebens ist ein Teil der Veränderung selbst, die ankommt. Die Begeisterung unserer Kunden ist unsere Motivation. Darum machen wir genau unseren Job.

Hierarchien, die sich der kritischen Reflexion, dem Feedback und der Entwicklung versperren, geht auf dem Weg der Nachwuchs aus. Andere, die sich zu wenig mit Kommunikation und Führung auseinander setzen, gehen in Konflikten unter. Die neue Generation hat eigene Ideen und bringt diese ein. Sie will Verantwortung, sucht nach Sinn, will gestalten und einen Beitrag leisten. Führungen, die an sich selbst, mit anderen und mit ihren Teams arbeiten, sind die Schlüssel zum Übergang in die neue Zeit. Hierbei mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, Menschen zu neuem Denken und Handeln zu ermutigen, hat mit “klassischer” Beratung wenig gemein. Uns ist wichtig, dass neues Selbstbewusstsein und frisches Leben in Ihrer Organisation entstehen. Entwicklung ist nie zu Ende. Mit Kliniken an den Themen zu arbeiten, die Sie im Innersten berühren, und mit Ihnen durch diese Phase zu gehen, erfüllt uns mit Freude.

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