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Referenz Ansprechpartnerin: Dipl.-KS Birgit Pilz, Pflegedienstleitung Pflege- und Funktionsdienst, Herzzentrum Immanuel, 2013

Ziel Klausurtage Pflege

Die mittlere Führungsebene soll gestärkt werden. Sie ist nicht zuletzt der Schlüssel dazu, Demotivation, Frustration und Burnout in den Teams zu vermeiden und die Teams in eine gesunde Zukunft zu begleiten. Dazu wird die zweite Ebene der Stationsleitungen stetig in Strategieklausuren eingebunden. Die PDL des Verbundes mit drei Standorten will ihre Pflegekräfte dazu befähigen, selbstständig Ansätze zur Verbesserung zu erkennen, vorhandene Potenziale zu nutzen und den Prozess hin zu mehr Berufsgruppen übergreifenden Teamarbeit voran zu treiben. Dabei steht die Stationsleitung in ihrer Managementfunktion im Fokus. Die Station als „Dreh- und Angelpunkt“ der direkten Patientenversorgung und die Vielzahl ihrer Schnittstellen begründet ihre zentrale Funktion in den Prozessen.Ziel der Strategieklausur war es, die kritischen Erfolgsfaktoren für eine gute Ablauforganisation auf Station zu erarbeiten und ein Bewusstsein für die Kernprozesse zu schaffen. Auch galt es, den Führungsdialog im Alltag zu fördern. So waren Coaching- und Kritikgespräche ebenso Teil der Agenda.

Umsetzung Klausurtage Pflege

An den 2 Tagen der Klausur nahmen 28 Führungskräfte aus den drei Standorten teil. Die Moderation wurde entlang kurzer vorbereiteter Impulse zu den bearbeiteten Themenfeldern gegliedert und ließ Raum für die Teamentwicklung auf Leitungsebene. Dabei wurde durch Rückkopplungen stetig gesichert, dass die vor Ort im Alltag in die Umsetzung gebracht werden. Die Strategietage wurden als „Tage der Entscheidung” gelebt. Es bestanden der Rahmen und das Vertrauen, kollegiale Anliegen auch an die PDL zu adressieren. Die obere Leitung lebte vor,  Inhalte zur Entscheidung zu führen und gemeinsam getroffenen Entscheidungen noch in der Tagung zu verabschieden. So wurden die beiden Tage extrem effektiv für die Führungsarbeit genutzt.

Ergebnis Klausurtage Pflege

Es wurde als wichtige Qualität von den Teilnehmern erlebt, gemeinsam die Führungsarbeit zu reflektieren. Es entstand eine Ahnung von der eigenen Schlüsselposition: Die Stationsleitung führt 20-30 Mitarbeiter aller Berufsgruppen im Tagesbetrieb – mit und ohne direkte disziplinarische Macht – und erzielt damit einen Umsatzanteil auf einer 40-Betten-Normalstation von ca. 2-3 Mio. €. Die Leitungen wurden ermutigt, bislang unzureichend organisierte Dinge in Rückkopplung mit der PDL konsequent anzugehen und sich nicht durch erste Rückschläge und durch die Angst vor „Fehlern und Scheitern“ entmutigen zu lassen.

Eine starke Pflegedienstleitung ist so stark wie die nächste Führungsebene. Die PDL setzte sich selbst als Jahresziel, ihren Leitungen verstärkt Handwerkszeug und Unterstützung für Management- und Teamführungsaufgaben an die Hand zu geben. Die Leitungen definierten ihre individuellen Leitungsziele. Und so arbeitet das Leitungsteam langfristig auf die gemeinsam getragene Vision hin: Stationsleitungen, Pflegedienst und Geschäftsführung stärken sich gegenseitig in einer auf Vertrauen basierenden Zusammenarbeit.

Referenz

ProjektKlausurtage der Stationsleitung, Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
Ansprechpartner: Dipl.-KS Birgit Pilz, Pflegedienstleitung Pflege- und Funktionsdienst, Herzzentrum Immanuel
Zeitraum: 2013