Referenz Ansprechpartnerinnen vom Alumni Meeting B. Braun-Stiftung: Franziska Otto, Nicole Jacob, B. Braun-Stiftung, Melsungen, 2025
Ziel – Alumni Meeting
Seit 1966 fördert die B. Braun-Stiftung die Weiterbildung von im Gesundheitswesen tätigen Menschen und seit 2006 setzt sie sich dafür ein, Führungskräfte in der Gesundheitswirtschaft durch interprofessionelle Leadership-Programme zu fördern. In zwei Formaten – Berufsbegleitendes Mentoringprogramm und Expertise in Leadership – werden moderne Kompetenzen für Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen vermittelt. Zur nachhaltigen Vernetzung lädt die Stiftung die Stipendiatinnen und Stipendiaten aller Jahrgänge jährlich zum Alumni Meeting ein. Das Treffen 2025 stand unter dem Motto: „Wiedersehen & Weiterdenken: Teamführung über Generationen hinweg“. Wir hatten die Freude, die beiden inspirierenden Tage im Kloster Haydau zu begleiten.
Umsetzung
Die Resonanz war von Beginn an sensationell. Bereits einen Tag nach der Ausschreibung waren alle 32 Plätze für das Alumni-Meeting vergeben.
Tag 1
Am Freitagmorgen öffneten sich ab 10 Uhr die Türen des Klosters Haydau in Morschen zum „Come Together“. Nach und nach betraten die Teilnehmenden den Raum – mit strahlenden Gesichtern und spürbarer Freude über das Wiedersehen. Schon zu Beginn wurde klar, dass die Verbundenheit unter den Alumni groß ist. In dieser herzlichen Atmosphäre starteten wir direkt mit einer Aufstellungsarbeit und einer ungewöhnlichen Einstiegsrunde jenseits klassischer Vorstellungsfloskeln. Danach ging es in die Tiefe: In den Workshops zu „Generationen im Team“ trafen unterschiedliche Perspektiven aufeinander, die gegenseitig inspirierten und ein neues Verständnis schufen.
Ein kurzer Mittagsimbiss gab Energie für die nächste Herausforderung. Eine interaktive Session zu Moderation und Beteiligung stand auf dem Plan, die zeigte, wie Teams in Bewegung kommen. Im Anschluss führte ein „Dialogue Walk“ hinaus aus starren Formaten und hinein in lebendige Reflexionen, die sich leicht und offen entfalteten. Zurück im Plenum wurde es ernsthaft und wertschätzend: Wie lässt sich echte Allparteilichkeit leben? Welche Haltungen tragen Teams durch Spannungen? Der Fokus richtete sich auf das, was Führung heute besonders fordert: Menschen begleiten, Diversität nutzen, Reibung verstehen und produktiv machen. Theorie traf auf Praxis.
Ein kompakter Tagesrückblick rundete den offiziellen Teil ab, bevor der Abend ab 19:30 Uhr bei einem gemeinsamen Essen in geselligem Miteinander ausklang.
Tag 2
Am Samstag knüpften wir mit einer kurzen Nachlese an die Impulse des Vortags an. Der Tag stand ganz im Zeichen des Themas Verbindung: Gewaltfreie Kommunikation eröffnete Wege, Kommunikationsbarrieren zu überwinden und echte Begegnungen zu ermöglichen. Nach einer Pause widmete sich die Gruppe der kollegialen Beratung – ein geschützter Raum, in dem Konflikte nicht umgangen, sondern konstruktiv beleuchtet werden. Nach dem Mittagsimbiss folgte ein intensiver Blick auf Wertekonflikte und Selbsterfahrungen rund um Werte. Dabei regten innere Widersprüche zum Nachdenken an. In der Abschlussrunde flossen Erlebnisse, Erkenntnisse und persönliche Vorsätze zusammen, bevor das Alumni-Treffen 2025 um 15 Uhr gefühlt viel zu früh endete und alle Teilnehmenden bereichert und inspiriert die Heimreise antraten.
Ergebnis
Von Anfang bis Ende war die Atmosphäre stimmig und schuf eine Veranstaltung, die durch ihre besondere Dynamik begeisterte. Inhaltlich gab es zahlreiche Impulse, allen voran das zentrale Learning: Wir selbst gestalten die Generationen, mit denen wir künftig zusammenarbeiten. In einer dynamischen Welt wird es immer wichtiger, die besonderen Stärken aller Generationen wahrzunehmen und bewusst einzubinden. Generationenübergreifendes Denken schafft Verbindung, öffnet Räume für neue Perspektiven und ermöglicht innovative Lösungen. Jede Generation bringt ihre eigene Sichtweise und Erfahrung ein und trägt damit wesentlich zum gemeinsamen Erfolg bei – wenn wir es zulassen.

