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Nöllke, Mathias (1. Auflage 2011)

von Apr 1, 2012Buchtipps

In den Gärten des Managements. Für eine bessere Führungskultur. Haufe, Freiburg.

Der Autor Mathias Nöllke gibt in seinem Buch durch Übertragung von Phänomenen der Natur Denkanstöße für eine neue Führungskultur. Gärten stehen für Entspannung, Ästhetik und gestaltete Natur. Für ihre Pflege zuständig ist der Gärtner, der genau das verkörpert, was heutzutage im Management oftmals vermisst wird: Bodenständigkeit, Zuwendung und eine langfristige Perspektive.

Der Gärtner ist in seinen Gummistiefeln keine eindrucksvolle Figur, welche die Mitarbeiter mit Visionen motiviert und inspiriert, sondern er hält sich an das Mögliche. Das ist schon kompliziert genug, bei Pflanzen wie auch bei Mitarbeitern. Der Gärtner pflegt seinen Garten, er hat die Pflanzen im Blick und nicht sein eigenes Ego. Der Garten soll erblühen, nicht der Gärtner.

Viele Führungskräfte bevorzugen bestimmte Mitarbeiter, besonders solche, die ihnen ähnlich sind oder zumindest so tun. Der Boss als Gärtner ist anders: Monokulturen lässt er nicht aufkommen. Er mag die Verschiedenartigkeit in seinem Team. Er fördert individuelle Talente und kombiniert sie mit Bedacht wie in einem Pflanzenbeet. Erdbeeren gedeihen z. B. besser neben Knoblauch, Sellerie wächst gerne inmitten von Schwertlilien. So ergänzen sich heterogene Mitarbeiter besonders gut und bringen herausragende Ergebnisse gemeinsam zustande. Sie dürfen sich allerdings nicht in die Quere kommen, sondern dürfen die Kompetenzen des anderen respektieren.

Was den Gärtner als Boss zum Vorbild für Führungskräfte macht, ist seine innere Haltung. Ein Gärtner herrscht nicht über seinen Garten, sondern er hegt und pflegt ihn. Er sorgt dafür, dass die Pflanzen alles haben, um wachsen und gedeihen zu können. Sie sollen sich entfalten können. Was jedoch zu stark wuchert, wird zurückgeschnitten. Das Turbogewächs wird nicht zum Vorbild für alle anderen erklärt. Es geht nicht darum, die letzten Ressourcen aus Mitarbeitern herauszuholen. Vielmehr soll Führung etwas von der Entspanntheit, Vitalität und Lebensfreundlichkeit aufnehmen, deren angestammter Ort der Garten ist.

Mathias Nöllke (2011): In den Gärten des Managements. Für eine bessere Führungskultur. Haufe, Freiburg. 1. Auflage.

 

Buchtipp – für noch mehr Inspiration

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