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Roehl, Heiko | Hass, Oliver | Belau, Malte (2017)

von Apr 17, 2018Buchtipps

Der Change-Navigator. 48 Frage- und Aktionskarten für wirksames Change Management, Verlagsgruppe Beltz, Weinheim.

Das Gestalten von Veränderungen ist heute eine wichtige Kompetenz für Führungen. Gerade auch in Kliniken, wo immer wieder Prozesse zu verbessern sind oder neue Methoden ein Umdenken in der Arbeit erfordern. Bücher zum Thema Change Management gibt es viele. Daher stellen wir Ihnen heute eine etwas andere Art vor, sich dem Thema zu nähern – den Change-Navigator. Genau genommen handelt es sich hier bei nicht um ein Buch. Sondern um 48 Frage- und Aktionskarten nebst Begleitheft, die helfen, Veränderungen zu reflektieren und zu strukturieren. Dabei liefert der Change-Navigator keine Sammlung von Rezepten für die Veränderung. Er beinhaltet eher ein Werkzeug, das über kluge Fragen und Impulse für konkrete Aktionen die effektive Lösungsfindung unterstützt. Das Begleitheft liefert Informationen zum Kontext und zur Methodik und gibt konkrete Empfehlungen, wie der Change-Navigator am besten in der Praxis einzusetzen ist. Es ist wie eine „Spielanleitung“ zum Change-Navigator.

Zum Planen einer konkreten Veränderung enthält der Change-Navigator eine Landkarte der Lösungen. Ein gedrucktes Exemplar der Landkarte befindet sich in der Navigator Box. Die Landkarte gliedert die Gestaltung des Change Prozesses in die folgenden Felder:

  • Standort bestimmen.
  • Zukunft einladen.
  • Wege entdecken.
  • Schritte gehen.
  • Selbst orientieren.
  • Wirkung verstehen.

Zu jedem Feld gibt es ein Set aus Fragen- bzw. Reflexions- und Aktionskarten. Die Karten zur Reflexion fördern das gemeinsame Nachdenken über den Wandel. Die Karten enthalten daher Fragen, die den Diskurs vertiefen. Die Aktionskarten dienen der konkreten Planung. Sie schließen direkt an die Reflexionsfragen an und dienen der Konzeption des praktischen Vorgehens.

Jede Karte ist farblich einem Feld zugeordnet. Auf den Karten befindet sich eine Leitfrage (Reflexionskarten) oder eine Aufforderung zum Handeln (Aktionskarte) sowie detaillierte weiter führende Angaben. Auf der Rückseite der Karte ist auf Werkzeuge verwiesen, die in der praktischen Arbeit der Veränderung genutzt werden können. Zudem wird für Fallstricke sensibilisiert. Die grafischen Elemente der Landkarte ermöglichen die schnelle Zuordnung der Karten im Prozess.

Der Change-Navigator bietet so ein Werkzeug, das von Führungen direkt in der Moderation von Veränderungen anwendbar ist. Die Fragen helfen, ein Problem neu und anders zu betrachten und es dadurch besser zu verstehen. Die Aktionskarten bringen das Team ins Handeln und weisen den Weg zur Lösung. Anhand der Landkarte ist der gesamte Prozess visualisiert. Es lassen sich die konkreten Handlungen, Ideen etc. auf Post-it’s notieren und auf die Landkarte kleben. Eine praktische Sache.

Wir wünschen Ihnen viele neue Erkenntnisse beim Ausprobieren und Anwenden.

Heiko Roehl, Oliver Hass, Malte Belau: Der Change-Navigator. 48 Frage- und Aktionskarten für wirksames Change Management, Verlagsgruppe Beltz, Weinheim 2017.

 


 

Buchtipp – für noch mehr Inspiration

Sich immer wieder fort- und weiter zu bilden ist v. a. für Kopfarbeiter wichtig. Zum einen wird in der vernetzten Welt Wissen in z.T. höchster Qualität offen im Web geteilt. So kann es in kürzester Zeit in diversen Kontexten neu verknüpft werden. Dazu leisten auch wir bewusst einen Beitrag. Zum anderen wird die Kommunikation von Mensch zu Mensch zentraler Anker. Das gibt dem Menschen Würde und lässt Wissen in die Umsetzung bringen.

Führungskräfte sind für die Entwicklung von Teams verantwortlich. Gerade sie leben daher von Nähe und Distanz, Reflexion und von immer neuen Anregungen. Wie z.B. davon, von Zeit zu Zeit ein Buch in die Hand zu nehmen. Für einen oft kleinen Preis erhalten Leser die über oft lange Jahre entfalteten Gedanken von Autoren zu einem Thema. Das ist ein Geschenk! Also lassen Sie sich von unserem Buchtipp inspirieren und persönlich bereichern. Z.T. genügt dafür schon eine Randnotiz. Z.T. ist aber gerade die vertiefte Einordnung der Texte, ihrer Autoren und deren Denkmodelle erhellend. Irrlehren verstricken sich in Widerspruch zu sich selbst. Und so trainieren Bücher im Zweifel den wachen Geist. Je freier der Kopf beim Lesen ist, umso leichter fällt es dabei, sich auf neues Denken einzulassen. Und umso leichter können daraus weitere Gedanken gedeihen. Davon hängt Verstehen ab. Vorgefasste Meinungen, ererbte und erworbene Ideen sind nicht einfach abzulegen. Dazu bedarf es der Offenheit dem Buch und dem Autor gegenüber. Wenn sich der Leser bewusst einlässt, wird sich sein Blickfeld weiten. Dazu braucht es auch Ruhe und Muse beim Lesen. Die einzelnen empfohlenen Bücher haben wir zum Reinlesen direkt mit den Buchansichten verknüpft. Viele Bücher sind heute übrigens auch als Hörbücher verfügbar… Viel Spaß und Freude mit unserem Buchtipp.

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