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Spitzensport: Erfolgsfaktor Mentaltraining

von Mrz 15, 2015Impulsgeschichten

Mentaltraining | Erfolgsfaktor – Mentales Training ist im Leistungssport normal. Was können wir im Berufsalltag daraus lernen und anwenden? Acht Bausteine mentaler Kompetenz.

 

Wann kommt es für Sie darauf an, auf den Punkt hin zu performen?

Eine Verhandlung um eine neue Position? Ein Vortrag vor einem Auditorium, das Sie für Ihre Sache gewinnen wollen? Ein Konfliktgespräch mit einem Kollegen? Haben Sie sich damit auseinander gesetzt, wie Sie sich darauf – über die Ebene des Inhaltes hinaus – zielgerichtet mental vorbereiten, um den Erfolg nach Hause zu bringen?

„Mit Logik kommst du von A nach B. Mit Vorstellungskraft kommst du überall hin.“ Das hat ausgerechnet Albert Einstein gesagt. Er wusste um die Macht der inneren Kraft, um das eigene Potenzial.

Mentale Stärke ist einer der kritischen Erfolgsfaktoren für Spitzensportler und mentales Training ist so natürlich im Hochleistungssport normal. Dort ist man darauf angewiesen, durch mentale Stärke sein volles sportliches Potential abrufen zu können und seiner körperlichen Höchstleistung nicht selbst im Wege zu stehen. Mentale Stärke kann die sportliche Leistung verbessern. Das kann trainiert werden. Zusammen mit dem physischen Training schafft Mentaltraining die Basis für effizienteres Trainieren und eine gefestigte Performance, wen es imi Wettkampf darauf ankommt.

In die Berufswelt hat mentales Trainings hingegen noch nicht überall Einzug gehalten. Obwohl wir doch auch hier immer mehr gefordert sind, über uns selbst hinaus zu wachsen. Grund genug also, uns einmal der Kraft der mentalen Stärke zu widmen.

Der 2014 verstorbene Heidelberger Professor Hans Eberspächer war der erste deutsche Sportpsychologe, der bei den Olympischen Spielen akkreditiert war. Darüber hinaus betreute er deutsche Spitzensportler in diversen Disziplinen. Als Bausteine mentaler Kompetenz hat er auf folgende acht fokussiert:*

  • Setzte Deine Ansprüche an Dich hoch.
    Sei davon überzeugt, alle Fähigkeiten zu haben, um die Herausforderung zu bewältigen und lasse JETZT Dein Bestes zu!
  • Entwickle Dich auf Grundlage Deiner Stärken.
    Du kannst viel Zeit investieren, an Deinen Schwächen zu arbeiten. Willst Du aber Dein volles Potenzial entwickeln, dann gehe überzeugt von Deinen Stärken an die Herausforderung heran.
  • Führe stets wertschätzende Selbstgespräche.
    Denken ist wie Reden mit sich selbst. Achte auf Deine inneren Dialoge. Mache Dir bewusst, was Du alles kannst. Deine Selbstgespräche sind untrennbar mit Deiner mentalen Landkarte verknüpft.
  • Konstruktive Vorstellungen unterstützen Dein Handeln.
    Deine Vorstellungen sind innere Bilder. Sie führen Dein Handeln. Destruktive Vorstellungen sind Energie- und Stress-Fallen.  
  • Halte Dein Gewahrsein im Hier und Jetzt.
    Leben findet im Hier und Jetzt statt. Deine Konzentration und Kraft lebt von der Ruhe im Hier und Jetzt.
  • Setzte Dir selbst hohe Ziele.
    Ziele sind Zustände, die Du Dir wünschst und erreichen willst. Sie geben Dir Orientierung und Struktur, fordern aber auch volle Kraft und Konzentration. Welche Ziele sind es Dir wert, dass Du an Ihnen wächst?
  • Halte in allem einen guten Rhythmus.
    Entspannen ist die Kunst loszulassen. Es gibt keine wirkliche Hochleistung ohne Regeneration. Gekonntes Handeln unter Beanspruchung lebt vom Wechsel zwischen Anspannen und Entspannen
  • Lerne dazu.
    Reflektiere Dein Handeln immer wieder. Weiterführendes zu finden, ist die Voraussetzung für die Weiterentwicklung Deiner Performance.  

Wir müssen keine Hochleistungssportler wie Roger Bannister sein, um über uns selbst hinauszuwachsen. Uns dabei in den acht Bausteinen zu trainieren, d.h. ständig wiederholend zu üben, kann auch im Alltag hilfreich sein. Die wundervollere Geschichte ist vielleicht die von Ihrer eigenen mentalen Stärke: Wo ist Ihnen durch Ändern Ihres Denkens gelungen, die Realität so grundlegend neu zu bewerten, dass dies zu einer wirklichen Veränderung in der reale Entwicklung führte? Erinnern Sie sich an Gespräche, in denen Sie mit anderen phantasierten und gute gemeinsame Bilder der Zukunft entstehen ließen? Wie hat sich das angefühlt? Wie kraftvoll war der Moment?

* Vgl. Eberspächer, Hans (2009): Ressource Ich – Stressmanagement in Beruf und Alltag, Carl Hanser Verlag, München; Augagneur, Jean (Illustrator): Das kleine Übungsheft. Mentaltraining für Wohlbefinden. 

 


 

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