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Collins und Weihenmayer: Wille und Selbstdisziplin, Fokus und Verzicht

von Jun 15, 2012Impulsgeschichten

Jim Collins und Erik Weihenmayer sind überaus erfolgreich auf je Ihrem Gebiet. Hinter dem Erfolg beider stecken eisernes Zeit- und Selbstmanagement: unbedingter Wille und völlige Selbstdisziplin, konsequenter Fokus und radikaler Verzicht auf unnötigen Ballast. 

Unbedingter Wille und eiserne Selbstdisziplin wie Jim Collins

Die Werke von Jim Collins wurden zu Bestsellern: Built to Last, Good to Great, How the Mighty Fall. Das Geheimnis von Collins Erfolg sind Wille und Selbstdisziplin, nur das zu tun, für das man sich entschieden hat. Starthilfe gab ihm sein Mentor, Peter Drucker. Drucker fragte Collins, ob er in erster Linie Ideen entwickeln wolle. Collins nickte. Dann sagte Drucker mit seinem berüchtigten Akzent: „Zen you must not build an organization. Because zen you will end up managing zat organization!“ Collins nahm sich das zu Herzen, baute keine große Beratung auf, sondern beschäftigte maximal fünf Mitarbeiter, die ihm zuarbeiten. In seinem Arbeitszimmer mit einem langen Tisch mit Bergen von Ordnern und Material  erhält man Einblicke in seine krasse Fokussierung. Auf seinem Flipchart steht wie er vor Jahren beschlossen hat, seine Arbeitszeit zu verteilen: Creative 53% – Teaching 28% – Other 19%. 

Beschlossen ist beschlossen. Also misst er seine Arbeitszeit mit einer Stoppuhr und ordnet sie den drei Bereichen zu. Einmal am Tag trägt er seine Werte in Excel ein und weiß so genau, wie treu er seinen Zielen ist. Und weil er nach längerer Analyse entdeckt hat, dass er in 10 Tagen ein Schlafpensum von 70-75 Stunden braucht, um kreativ zu bleiben, wird auch diese Zeit eingeloggt. Collins ist ein minutiöser Selbstkontrolleur. Ein wahrlich strukturiertes Zeit- und Selbstmanagement.Viele Menschen stellen sich angesichts einer solchen eisernen Selbstdisziplin und Selbstkontrolle wohl die Nackenhaare. Entscheidend ist dabei aber gar nicht die Stoppuhr oder die Struktur. Entscheidend ist, sich seiner großen Steine im Leben bewusst zu sein, um einen Weg zu finden, genau diesen Dingen auch die nötige Zeit zu widmen. Sich für etwas zu entscheiden heißt in der Konsequenz, etwas anderes zu lassen.

Konsequenter Fokus und radikaler Verzicht wie Erik Weihenmayer

Begeben wir uns etwa auf eine Reise mit Erik Weihenmayer. Besteigen wir einen der höchsten Berge der Erde! Dies erfordert eine extreme Anstrengung und totalen Fokus.

Die Temperaturen liegen weit unter Null. Der Wind ist eisig, die Luft wird mit jedem Schritt dünner. Der Weg zum Gipfel ist steil, mit Eishängen, ohne Halt. Die Bergsteiger tragen dabei ihr Haus auf dem Rücken. So können sie nicht alles mitschleppen, um es sich schön zu machen. Jeder Bergsteiger achtet genau darauf, was er mit sich trägt. Kein Gramm zu viel. Je höher es geht, desto heftiger wird es. Und umso unbedingter muss Überflüssiges ablegt werden. Ballast abwerfen und beweglicher werden, um das Ziel zu erreichen. Das letzte Stück bis zum Gipfel: Eisig, die Luft ist sehr dünn, jeder Schritt eine Gefahr. Womöglich ist an dieser Stelle der Rucksack ganz zurückzulassen, und es gilt sich nur noch auf die eine Sache zu konzentrieren.

Das alles ist für einen gesunden, voll belastbaren Bergsteiger eine echte Challenge. Für einen Blinden scheint es unmöglich. Einen der höchsten Berge der Welt zu bezwingen ohne zu sehen? Kaum vorstellbar. Und doch hat es einer geschafft: Erik Weihenmayer. Der erste Blinde, der die Seven Summits, die sieben höchsten Gipfel aller sieben Kontinente, bestiegen hat. „Wenn du dich auf ein Ziel fokussierst, kannst du fast alles erreichen“, sagt Weihenmayer. Entscheidend sind auch hier Selbstdisziplin, gerade im Fokus auf die Frage: Was brauche ich wirklich, um das Wesentliche zu erreichen? Wir müssen dafür sorgen, dass unser Gepäck nicht zu schwer ist und wir den Weg bewältigen können. Das bedeutet auch: Nein sagen, immer wieder entschlacken und regenerieren.

Selbstdisziplin, das große Ziel am Ende im Sinn haben

Wille und konsequente Selbstdisziplin sind gute Wegbegleiter der Selbstbestimmung. Sich voll und ganz auf das Wesentliche zu fokussieren, um große Ziele und Ideen zu erreichen, begegnet uns bei wohl allen besonders erfolgreichen Persönlichkeiten. Sie organisieren sich so wie jede biologische Zelle und jedes System  funktioniert: Ohne systematische, stetige Entgiftung ist kein Überleben möglich. Dies gilt für Organismen höherer Art, genauso wie für Menschen und soziale Systeme. Wenn Herausragendes erreicht werden soll, muss Unwesentliches gelassen werden. Um auf die Steine und Berge zu fokussieren, die uns wichtig sind und die für uns am Ende wirklich zählen.[*]

[*] Vgl. Ware, Bronnie (12. Auflage 2013): 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen. Einsichten, die Ihr Leben verändern werden.

 


 

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