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Lerneinheit Feedback – Von der Leistungsformel

von Nov 22, 2015Blogs

Leistung entsteht aus Können x Wollen x Dürfen (Sollen). Wie lassen sich Talente entlang der Leistungsformel mit Blick auf Können und Wollen  und Dürfen entwickeln, um Performances und Potenziale fördern?

 

Feedback entlang der Leistungsformel

Leistungsfaktoren

Die Leistungsformel fasst zusammen, wie Menschen mit Engagement und Kompetenz Erfolg entfalten: Es ist eine Kombination Wollen und Können und Dürfen: 

  • Wollen ist eine innere Bereitschaft, eine intrinsische Motivation, ein innerer Antrieb für die Sache, um sich selbst Bedürfnisse zu erfüllen. Eine Frage der Ziele und Haltungen zu dem, was wir tun können. Kurz: Wollen meint die so erzeugte Leistungsbereitschaft.
  • Können beinhaltet Talent, Wissen und Routine (Können i.e.S.) umschreibt die faktische Leistungsfähigkeit. Das Können muss für eine Stelle vorhanden sein oder sich in der Zeit der Einarbeitung angeeignet werden. Kann ein Mitarbeiter seine Aufgaben nicht erfüllen, so leidet seine Motivation, sein Selbstvertrauen, sein Wollen.
  • Dürfen meint das Überantworten eines expliziten Freiraums zum Tun – Befugnisse, Rollen, Pflichten und Spielräume, die Leistungsermächtigung. Kompetente Mitarbeiter benötigen die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen und ihre Ideen umzusetzen. Dies fördert Kreativität und auch wiederum Motivation. Zu starke Restriktion und mangelndes Vertrauen in den Mitarbeiter wirken sich negativ aus.

Leistungsformel

Leistung ergibt sich, wenn alle drei Faktoren zusammen spielen:

  • Leistung = Können x Wollen x  Dürfen (Sollen)

impliziert, dass Leistung gegen Null geht, wenn nur einer der drei Faktoren gegen Null geht. Ist einer der Faktoren Null, dann ist auch das Ergebnis des Produktes Null. Können x Wollen x  Dürfen sind systematisch zu beleuchten und zu fördern.

Wollen und Können und Dürfen sind für das Leistungsfeedback eine hilfreiche Struktur. Der Mitarbeiter muss gar nicht von Anfang an alle Anforderungen an seine Rolle beherrschen. Bei manchen Anforderungen genügt häufig das Wollen, sich das notwendige Können nach und nach anzueignen. Dafür kann die Führungskraft ihn fördern und fordern. Dazu sind Ergebnisse, Denken und Verhalten in der Arbeit stetig zu reflektieren. Der Mitarbeiter will Feedback, um gesteckte Erwartungen auf Dauer zu erfüllen.

Personal entwickeln entlang der Leistungsformel

Integrierte Konzepte der Personalentwicklung basieren auf aufeinander aufbauenden Modulen wie Support, Training, Praxistransfer und Coaching:

Support: Alle Maßnahmen und Strukturen, die den Mitarbeiter zur Einarbeitung und Erfüllung seiner Aufgaben unterstützen. Hierzu zählen z. B. Infoveranstaltungen, praktische Vorlagen, Leitfäden, SOPs, Checklisten für bestimmte Fragen und die Zuordnung eines Mentors, der einen Mitarbeiter bei seiner Entwicklung begleitet und zur Seite steht.. Vorgesetzte haben ein Umfeld zu schaffen, das genug Freiräume lässt, sich selbst in seine Arbeit einzubringen.

Training: Alle Maßnahmen, die Kompetenzen von Mitarbeiter stärken und sie in die Lage versetzen, ihre Aufgaben adäquat zu bewältigen. Fach-, Management-, EDV- und Soft-Skills wie Auftreten und Kommunikation z.B.. Trainings eignen sich dafür, in Gruppen durchgeführt zu werden und so nicht nur Inhalte zu transportieren, sondern auch künftige Netzwerke zu fördern.

Praxistransfer: Die neu erworbenen Fähigkeiten und Erkenntnisse unmittelbar “on the Job” auch praktisch anzuwenden, verankert die Lerninhalte stärker. Erste Erfolge in der Umsetzung des Gelernten setzen eine positive Verstärkung in Gang. Lerninhalte und konkrete Aufgaben der Mitarbeiter sollten stets eng verzahnt werden, sodass neu erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten unmittelbar in der Praxis angewendet und verinnerlicht werden.

Coaching: Im Coaching werden individuelle Anliegen des jeweiligen Mitarbeiters im 1:1-Setting weiter bearbeitet. Ein Coaching kann dazu beitragen, das Selbstverständnis und die Rollenerwartung zu klären. Oder zur Lösung von Konflikten die Optionen kritisch mit einem Dritten zu analysieren und zu bewerten.

 

Leistungsformel von der Einzel- auf die Teamebene

Die Leistung des Einzelnen reicht nicht aus, um Zusammenarbeit gut zu gestalten und etwaige Widerstände und Konflikte diesbezüglich zu lösen. So dass auch gemeinsames Können x Wollen x Dürfen enstehen kann. Die Einzelnen bringen Ihre Stärken ein und ergänzen sich in der Zusammenarbeit gegenseitig und entwickeln eine gemeinsame Identität als Team. So werden Wollen, Können und Dürfen gezielt wertschätzend für den Einzelnen und das Team gefördert . 


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