<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Elke &amp; Stefan, Autor bei Krankenhausberater Ruhl Consulting</title>
	<atom:link href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/author/administrator-2/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/author/administrator-2/</link>
	<description>Unter unseren Impulsen rund um Führung und Management im Krankenhaus finden Sie unsere gesammelten Web-Beiträge auf einen Blick.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 30 Jul 2026 03:57:26 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	

<image>
	<url>https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2020/12/cropped-csm_nl_praxis_a7c1752359-32x32.png</url>
	<title>Elke &amp; Stefan, Autor bei Krankenhausberater Ruhl Consulting</title>
	<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/author/administrator-2/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Positive Leadership Programm, Dreilandklinikum Lörrach</title>
		<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/positive-leadership-programm-dreilandklinikum-loerrach/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke &#38; Stefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 21:25:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://krankenhausberater.de/?p=19440</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ansprechpartner: Udo Lavendel &#038; Dr. Klaus Steinmeyer-Bauer, Geschäftsführer, Kliniken des Landkreises Lörrach, 2026.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/positive-leadership-programm-dreilandklinikum-loerrach/">Positive Leadership Programm, Dreilandklinikum Lörrach</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_0 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_0">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="font-weight: 400; text-align: left;"><strong>Referenz Ansprechpartner Leadership Programm: Udo Lavendel,<span> Vorsitzender Geschäftsführer &amp; </span></strong><strong>Dr. Klaus Steinmeyer-Bauer, Klinischer Geschäftsführer, Kliniken des Landkreises Lörrach</strong><strong>, 2026.</strong><strong></strong></p>
<h2>Ziel<strong></strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Das Leadership Programm für die gemeinsame Kulturvorbereitung des Dreiland-Klinikum Lörrachs steht unter dem Motto „Klare Haltung zeigen – positive Führung leben.“ [*] und dem Claim &#8222;Gesundheit eine Heimat geben&#8220;.  Sozusagen als Kurzformel der ausgearbeiteten Führungsprinzipien. Was der Slogan zum Ausdruck bringen möchte, soll ein Führungsprogramm in 4 Modulen über 12 Monate mit der obersten Leitungsebene &#8211; berufsgruppen- und standortübergreifend &#8211; transportieren. Und die Kultur auf die neue Zeit in einem der modernsten Krankenhausneubauten Deutschlands vorbereiten.</p>
<h2>Vorgehen</h2>
<p style="font-weight: 400;">Im gemeinsamen Verständnis der künftigen Führungskultur geht es darum, den Mitarbeitenden nicht als Objekt zu betrachten, aus dem „das Meiste herauszuholen“ ist, sondern als individuelles Subjekt zu sehen, aus dem „das Beste zu entfalten“ ist. Mit dem positiven Menschenbild geht einher, das Führungsverständnis zu hinterfragen, seine Mitarbeitenden stetig zur Arbeit motivieren zu müssen. Denn dabei würden Arbeit primär als Last und Motivation als Abwesenheit von Demotivation gewertet. Doch eigene intrinsische Motivation (Decy/ Ryan) aus sich selbst heraus ist viel mehr – so wie seelische Gesundheit mehr ist als die Abwesenheit psychischer Störungen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Positive Psychologie wurde Ende des 20. Jahrhunderts von Martin Seligman begründet und seitdem intensiv wissenschaftlich erforscht. Während Psychologie sich zuvor v.a. mit der Behandlung psychischer Störungen beschäftigte, untersuchte Seligman an der University of Pennsylvania, was das Leben lebenswert macht, warum Menschen glücklich sind und wie sich ihr Wohlbefinden (Zuversicht, Zufriedenheit) steigern lässt. Daraus leitete er 2012 das PERMA-Modell ab, das er noch 2023 um den Faktor Gesundheit/ Health zum PERMA H-Modell erweiterte. Positive Leadership Ansätze legen sich dieses Gerüst zugrunde. Was können Führungskräfte konkret dafür tun, diese klare Haltung zu zeigen und positive Führung zu leben?</p>
<h4 style="font-weight: 400;">P &#8211; Positive Gefühle: Intrinsische Motivation fördern</h4>
<ul>
<li>Studien zeigen, dass positive Gefühle das Gedanken- und Handlungsrepertoire erweitern.</li>
<li>Positive Gefühle führen in einen entspannten Zustand, Stress lässt sich besser bewältigen, Empfinden von Hochstress und Überforderung werden reduziert.</li>
<li>Wer voll positiver Gefühle und in einem „Flow“ ist, erfährt intrinsische Motivation, Energie, eine höhere Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft.</li>
</ul>
<h4 style="font-weight: 400;">E &#8211; Engagement: Autonomie stärken</h4>
<ul>
<li>Mitarbeitende beteiligen, in Entscheidungen und Verantwortung einbinden, so dass sie Mitgestaltungsspielraum in ihrem Alltag empfinden</li>
<li>Mitarbeitende in ihrer Kompetenz sehen, Zuhören und auf Problemlösungsfähigkeit der Mitarbeitenden vertrauen, statt vorschnell einzugreifen</li>
<li>Engagement fördern, indem Mitarbeitende bewusst ihre Stärken einsetzen</li>
</ul>
<h4 style="font-weight: 400;">R &#8211; Relationship: Nähe &amp; Bindung aufbauen</h4>
<ul>
<li>Positive Haltung zum Menschen als Basis für das Vertrauen in ein gelingendes Für- und Miteinander – auch wenn es schwierig wird</li>
<li>Individuen aufmerksam wahr- und ernstgenehmen, das schafft und stärkt menschliche Nähe und emotionale Bindung</li>
<li>Gemeinsame Erfahrungen ermöglichen, die Mitarbeitenden eine berufliche Heimat bieten, mit der sie sich identifizieren können</li>
</ul>
<h4 style="font-weight: 400;">M &#8211; Meaning: Sinn und Bedeutung leben</h4>
<ul>
<li>Jeden Tag nach unserer Vision und den gemeinsamen Kernwerten streben und unsere Mission leben</li>
<li>Darin bewusst erleben, wie die Arbeit im Dreiland-Klinikum Lörrach einen Beitrag für den einzelnen Patienten und die Heimat leistet</li>
<li>Dem einzelnem Mitarbeitenden Sinn und Bedeutung in seiner Rolle erlebbar machen</li>
</ul>
<h4 style="font-weight: 400;">A &#8211; Accomplishment: Selbstwirksamkeitsgefühl fördern</h4>
<ul>
<li>Realistische Ziele und Leistungsansprüche vereinbaren und so klare Orientierung geben</li>
<li>Leistung und Erfolge anerkennen und feiern</li>
<li>Feedback geben, eingebrachte Kompetenzen und den Beitrag zum Ganzen bewusst machen</li>
</ul>
<h4 style="font-weight: 400;">H &#8211; Health: Gesundheit eine Heimat geben</h4>
<ul>
<li>Im Hinblick auf unsere eigene Gesundheitsfürsorge sind wir Vorbilder für unsere Mitarbeitenden.</li>
<li>Vitalität und Lebendigkeit unser Mitarbeitenden und der Organisation spielt für unsere Führung genauso eine Rolle wie die Gesundheit unserer PatientInnen.</li>
<li>Stressmanagement sehen wir als Bestandteil unserer professionellen Rolle an, um Kipppunkte zu antizipieren und zu vermeiden.</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Diese entscheidenden Faktoren werden im Programm nicht theoretisch vermittelt, sondern konsequent mit Handwerkszeug unterlegt und in konkrete Verhaltensweisen übersetzt, die im Alltag anwendbar sind.</p>
<h2>Ergebnis</h2>
<p><span style="font-size: 18px;">Es gibt wohl kein schöneres Feedback als diesen Kommentar einer Führungskraft auf Linked-in: &#8222;<span>Wenn ich mir die Entwicklung bei uns in der Klinik anschaue, hat sich gerade im letzten Jahr wahnsinnig viel getan. Wir merken täglich, wie der Austausch zwischen den Fachbereichen intensiver und die Zusammenarbeit wertschätzender wird. Wir sind da definitiv auf einem sehr guten Weg! </span><span>Um als Team</span><span class="white-space-pre"> </span><span>Dreiland-Klinikum Lörrach</span><span class="white-space-pre"> </span><span>wirklich gemeinsam wachsen zu können, müssen wir weiterhin aktiv daran arbeiten, alte Muster zu durchbrechen. An manchen Stellen stehen uns noch starre Hierarchien im Weg, die wir weiter aufbrechen wollen, um Platz für echte interdisziplinäre Innovation zu schaffen. </span><span>Ein Prozess, der Mut erfordert, sich aber für die Versorgungsqualität und das Miteinander absolut lohnt! Ich freue mich auf die kommenden Tage im Leadership Programm und den Austausch mit Kolleginnen und Kolleginnen anderer Fachbereiche!</span><span class="white-space-pre"> </span>se gemessen.&#8220;</span></p>
<h4>Ein kleiner Auszug aus den super schönen Impressionen der Entwicklung:<span style="font-size: 18px;"></span></h4>
<p>Führungsprogramm &#8211; <a href="https://www.linkedin.com/posts/kliniken-des-landkreises-loerrach-gmbh_%F0%9D%97%B7%F0%9D%97%B2%F0%9D%98%81%F0%9D%98%87%F0%9D%98%81-%F0%9D%97%BA%F0%9D%97%AE%F0%9D%97%B9-%F0%9D%97%B2%F0%9D%97%B5%F0%9D%97%BF%F0%9D%97%B9%F0%9D%97%B6%F0%9D%97%B0%F0%9D%97%B5-interdisziplin%C3%A4re-activity-7458010351884931072-xF7x?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop&amp;rcm=ACoAACAhWdUB_cVwMdMgDRhF6gR3lgVALQ0sS9Q">Interdisziplinäre Zusammenarbeit</a> <br />Imagefilm &#8211; <a href="https://www.linkedin.com/posts/kliniken-des-landkreises-loerrach-gmbh_gesundheitscampuslaemrrach-activity-7474011915527282688-F8R1?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop&amp;rcm=ACoAACAhWdUB_cVwMdMgDRhF6gR3lgVALQ0sS9Q">Wo Gesundheit eine Heimat hat</a><br />Baustellenforum &#8211; <a href="https://www.linkedin.com/posts/kliniken-des-landkreises-loerrach-gmbh_%F0%9D%97%AA%F0%9D%97%B6%F0%9D%98%80%F0%9D%98%80%F0%9D%97%B2%F0%9D%97%BB-%F0%9D%98%80%F0%9D%97%B0%F0%9D%97%B5%F0%9D%97%AE%F0%9D%97%B3%F0%9D%97%B3%F0%9D%98%81-%F0%9D%97%BB%F0%9D%97%BC%F0%9D%97%B0%F0%9D%97%B5-activity-7482662527575781377-ooBo?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop&amp;rcm=ACoAACAhWdUB_cVwMdMgDRhF6gR3lgVALQ0sS9Q">Impressionen</a> &amp; <a href="https://www.linkedin.com/posts/hc-s-ag_schwarzwaldklinik-dreilandklinikum-zentralklinikum-activity-7473600492196069376-97fi?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop&amp;rcm=ACoAACAhWdUB_cVwMdMgDRhF6gR3lgVALQ0sS9Q">Schwarzwaldklinik 2.0</a><a href="https://www.linkedin.com/posts/region-im-blick_laemrracherweg-ugcPost-7470460114291011585-AGzI?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop&amp;rcm=ACoAACAhWdUB_cVwMdMgDRhF6gR3lgVALQ0sS9Q"></a></p>
<p><span style="font-size: 18px;"></span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_1">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_1  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_cta_0 et_pb_promo  et_pb_text_align_center et_pb_bg_layout_dark">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_promo_description"><h2 class="et_pb_module_header">Referenz</h2><div><p style="text-align: left; color: #000000;"><b>Projekt</b>: Positive Leadership Programm &#8222;Klare Haltung zeigen, positive Führung leben.&#8220;, Dreiland-Klinikum Lörrach<br /><b>Ansprechpartner: </b>Udo Lavendel, Vorsitzender Geschäftsführer &amp; Dr. Klaus Steinmeyer-Bauer, Klinischer Geschäftsführer, Kliniken des Landkreises Lörrach, 2026<b><strong>.</strong></b><br /><b>Zeitraum: </b>2025-2026</p></div></div>
				
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h4 style="font-size: 10pt; line-height: 1.2;">[*] Positive Leadership setzt an den Stärken, Ressourcen und gesunden Anteilen von Menschen und Organisationen an. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes ist wissenschaftlich gut belegt und zeigt sich v.a. im Arbeitsalltag von Organisationen und Kliniken. Langfristig tragen positive (Führungs-) Beziehungen dazu bei, emotionale Erschöpfung zu reduzieren, Fluktuation zu senken, Zusammenarbeit in Teams zu verbessern und Patientensicherheit zu stärken. Zugleich entwickeln sich Fehleroffenheit und Lernbereitschaft, was der Arbeitszufriedenheit und Personalbindung dient. Der Transformationsprozess soll von klassischen berufsgruppensepariert geprägten Organisationsstrukturen hin zu mehr Kooperation, Vernetzung, freiwilligem Engagement und geteilter Verantwortung wirksam werden und sich konkret im Alltag widerspiegeln.</h4></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/positive-leadership-programm-dreilandklinikum-loerrach/">Positive Leadership Programm, Dreilandklinikum Lörrach</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lerneinheit Positive Fehlerkultur &#8211; Von Scham und Beschämung</title>
		<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/lerneinheit-positive-fehlerkultur-von-scham-und-beschaemung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke &#38; Stefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 22:59:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://krankenhausberater.de/?p=19386</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wer in sozialen Systemen eine grundlegend positive Fehlerkultur aufbauen will, kommt nicht umhin, sich mit Scham und Beschämung auseinander zu setzen, den eigenen Werten und der eigenen Würde. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/lerneinheit-positive-fehlerkultur-von-scham-und-beschaemung/">Lerneinheit Positive Fehlerkultur &#8211; Von Scham und Beschämung</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_2">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_2  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong style="font-size: 18px;">Stephan Marks ist einer der wichtigsten deutschen Forscher zum Thema Scham.  Er selbst nennt Scham eine tabuisierte Emotion oder auch das „Aschenputtel“ unter den Gefühlen. Aktuell ist sein Grundlagenwerk von 2007 in einer erweiterten Neuauflage erschienen.[1] Auf über 200 Seiten widmet er sich der Scham und würdigt ihre Funktion im Kontext sozialen Miteinanders. Wer in sozialen Systemen wirklich eine grundlegend positive Fehlerkultur aufbauen will, kommt nicht umhin, sich mit seinen Forschungen zum Thema Scham und Beschämung auseinander zu setzen. Und mit den eigenen Werten und der eigenen Würde und v.a. dem Wahrnehmen und Sprechen über die Scham. </strong></p>
<p><strong></strong></p>
<h3 style="font-weight: 400;">Vier Quellen von Scham</h3>
<p style="font-weight: 400;">Marks beschreibt Scham als menschliches Gefühl, das unser Denken und Handeln stärker prägt als uns bewusst ist. Scham berührt die Verletzlichkeit menschlichen Lebens. Als soziale Verletzung stellt sie eines der schmerzhaftesten Gefühle dar. Sie wird  darum als extrem unangenehm bis unaushaltbar erlebt und deshalb am liebsten verdrängt oder verborgen. So aber wird sie mehr und mehr ein <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/feedback-annehmen-meine-blinden-flecken/">blinder Fleck</a> menschlichen Verhaltens.</p>
<p style="font-weight: 400;">Scham gilt in der Psychologie (<a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/biografiearbeit-in-zyklen-von-7-jahre-und-die-7-stufen-der-moral/">Entwicklung des moralischen Gewissens</a>) als eine soziale Emotion. die sich im Laufe der menschlichen Entwicklung in Stufen ausgestaltet. Marks unterscheidet dementsprechend verschiedene Quellen von Scham, je nach zugrunde liegendem sozialen Bedürfnis:</p>
<ul style="line-height: 18pt;">
<li>
<h4>Anerkennung:</h4>
<h4><strong></strong><span style="font-size: 18px; color: #666666;">Wird jemanden in seinen Gefühlen chronisch missachtet, nicht gesehen oder nicht ernst genommen, dann verletzt das das Selbstwerterleben. Schon bei Säuglingen führt das zu Bindungstraumata. Weil dies bei vielen Menschen eine Urwunde berührt, sind Blaming und manipulativen Anerkennung als gewaltvolle Verführungsmethode in Dominanzsystemen so wirksam. </span></h4>
</li>
<li>
<h4>Schutz der eigenen Grenzen:</h4>
<h4><strong></strong><span style="font-size: 18px; color: #666666;">Wird die eigene Intimität oder Grenzen der eigenen Individualität körperlich oder seelisch verletzt, oder fühlt man sich bloßgestellt, dann trifft dies ein elementares Schutzbedürfnis. Die Übergriffigkeit überflutet den Menschen in seiner Ohnmächtigkeit.</span></h4>
</li>
<li>
<h4>Zugehörig:</h4>
<h4>Ausgeschlossen sein, ausgegrenzt, abgewertet, verachtet. Werten und Normen anderer nicht genügen, gespiegelt bekommen &#8222;du bist nicht oK&#8220; und die Sorge darum, was andere denken könnten. Das ist für soziale Wesen eine kaum aushaltbare Beschämung. Um das Gefühl nicht dazuzugehören zu vermeiden, passen sich Menschen an die Erwartungen anderer an und finden Kompensationsmechanismen.</h4>
</li>
<li>
<h4>Gewissen:</h4>
<h4><strong></strong>Gegen die eigenen Werte, moralischen Überzeugungen, innere Wahrheit zu handeln, führt reife Menschen dazu, sich nicht mehr selbst in die Augen schauen zu können. Mit eigener Schuld und dem Verletzen der eigenen Integrität und Würde ist schwer ein Umgang zu finden.</h4>
</li>
</ul>
<h3>Mechanismen der Schamabwehr</h3>
<p style="font-weight: 400;">Statt seine Scham offen zu zeigen und zu ihr zu stehen, wird Scham aus vermeintlichem Selbstschutz fast reflexhaft abgewehrt. Oder sie wird gegen andere umgekehrt: weil ich die Scham nicht aushalte, beschäme ich andere und werde im Teufelskreis der Gewalt zum Täter. Scham zeigt eine tiefe Überlebensnot und gerade das verletzte Grundbedürfnis nach sozialer Bindung ist für den Menschen als soziales Wesen  kaum aushaltbar. Da Scham darum nicht gefühlt werden will, bleibt sie oft oberflächlich unsichtbar und wirkt im Verborgenen. Um unser &#8222;Überleben&#8220; zu sichern, bringt sie uns dazu, in vorgebahnte Kompensationsmuster zu springen. Nur um keinen Schmerz zu fühlen. Unser Verhalten in bestimmten Trigger-Situationen wirkt dann unauthentisch und der Situation gegenüber unangemessen übertrieben. </p>
<h4 style="font-weight: 400;">Schamabwehr kann viele Gesichter haben wie</h4>
<ul style="font-weight: 400;">
<li>Wut, Hass, Groll, Rache, (verbale &amp; körperliche) Gewaltbereitschaft, <span style="font-size: 18px;">Aggression, Schuldzuweisung</span></li>
<li>Neid, Ressentiment</li>
<li>Arroganz, One up, Hochmut, Trotz, Maske, Lüge, Rechtfertigung</li>
<li>Perfektionismus, übertriebener Ehrgeiz, Idealisierung, Größenphantasie &#8211; Unbarmherzigkeit gegen sich </li>
<li>Emotionale Erstarrung, Rückzug, Bindungsverlust, Kontaktabbruch, Einigeln, sich verschließen</li>
<li><span style="font-size: 18px;">Zynismus, Pessimismus</span></li>
<li>Ablenkung, Clownverhalten, gute Mine zum bösen Spiel, Schamlosigkeit, Unverschämtheit</li>
<li>Suchtverhalten und Konsum als typischer Teufelskreis von Sucht und Scham</li>
<li>Abwertung, Verachtung und Beschämung von sich selbst oder anderen Menschen </li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Da sie durch derlei Abwehrverhalten so verdeckt ist, wird Scham leicht übersehen.. </p>
<p style="font-weight: 400;">
<h3 style="font-weight: 400;"></h3>
<h3 style="font-weight: 400;">Wirkung von Scham</h3>
<h4 style="font-weight: 400;">Gesunde und zerstörerische Scham</h4>
<p>Scham zu empfinden hat einen gesunden Kern als moralischem Kompass, damit soziales Miteinander gelingen kann. Menschen sind keine Übermenschen und haben keine Chance, stets allen idealisierten Wertvorstellungen zu genügen. Wahrhaftige Fehlerkultur bedeutet, dies als Fakt anzunehmen und zugleich stets nach dem Guten zu streben. Wer seinen eigenen Fehlverhalten gegenüber nachsichtiger wird, kann auch toleranter mit anderen sein. So dass es überhaupt erst möglich wird, gesunde Scham zu empfinden und darüber miteinander zu sprechen. </p>
<p>In der Beschämung von außen steckt dagegen eine Abwertung als Person, die als emotionale Gewalt bewertet werden muss. Sie führt in eine zerstörerische Scham. Gerade chronische Beschämung und Verachtung. wiederholte Demütigungen und emotionale Vernachlässigung durch Menschen, die als Bezugspersonen wichtig sind oder waren, führt in eine traumatische Überwältigung und zu Bindungstraumata. Häufig sind ein geringes Selbstwertgefühl, Beziehungsunfähgkeit, starke Selbstkritik, Depressionen, Aggressionen und soziale Isolation eine Folge. Die Symptome lassen sich nur Schritt für Schritt  in der eigenen Entwicklung (heraus aus der Verwicklung) durch zunehmendes Bewusstsein für die Urauslöser überwinden.</p>
<h4>Gesunde Fehlerkultur</h4>
<p style="font-weight: 400;">Scham kann nur dienlich verarbeitet und aufgelöst werden, wenn man lernt, sie wahrzunehmen und sich ihr bewusst zu stellen, statt sie zu verdrängen und sie unbewusst gar auf andere umzuleiten und weiterzugeben. Ziel ist es, die hilfreiche Funktion der Scham zu verstehen und ihre schädlichen Wirkungen zu reduzieren. Dabei ist wichtig, Scham nicht den Beigeschmack von Schuld zu geben. Scham gibt einen Hinweis auf unerfüllte tiefe moralische oder zwischenmenschliche Bedürfnisse. Es gilt, darüber sprechen zu lernen und eine respektvolle, würdigende Haltung zu sich selbst und anderen einzunehmen. Selbstmitgefühl und das eigene Empfinden spielen dabei eine zentrale Rolle. Beschämungen sind aufzudecken. </p>
<p style="font-weight: 400;">Es geht &#8211; gerade wenn es um eigene Werte und Menschenwürde geht &#8211; darum, Kritik oder Rückmeldungen klar in der Sache, in einer grundpositiven Haltung zum Menschen ohne Beschämung wahrnehmen und besprechen zu lernen. Statt Kritik aus Angst davor zu vermeiden, dass sie Scham auslösen kann („du musst dich nicht schämen“), oder Menschen bloß und an den Pranger zu stellen („schäm dich“), darf sie  coregulierend wirken und menschliche Entwicklung unterstützen. Erst in der respektvollen Zumutung und Auseinandersetzung mit eigenen menschlichen Fehlern kann Scham ihre eigentliche Funktion erfüllen und ein konstruktiver Impuls für die weitere moralische Entwicklung werden. Und dazu braucht es Achtsamkeit und kommunikatives Feingefühl, den anderen nicht unbewusst zu beschämen.</p>
<h4 style="font-weight: 400;">Scham und menschliche Würde</h4>
<p style="font-weight: 400;">Wird in der Bewusstseinsbildung Scham ehrlich gefühlt, entsteht eine Durchlässigkeit, so dass auch Bedauern und Reue wahrhaftig möglich werden. Das schafft Resonanz in sozialen Beziehungen. Es kommt an und fällt ins Herz. Schnell dahergesagte Entschuldigungen verhindern hingegen eher die Heilung von Beziehungen. Gegenseitiges Vergeben und Verzeihen fallen leichter bei Scham und Einsicht. So wird es möglich, Schatten der Vergangenheit Schritt-für-Schritt aus dem Weg zu räumen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Wird der Schmerz der Scham nicht mehr gefühlt, ist das Fühlen insgesamt blockiert. Der Mensch landet im unbewussten Dauermodus des Hochstresses. Unwillentliche Affekte übernehmen die Regie, um weg von der Überlebensangst zu kommen. Unwillentlich wird der Dauerstress im Körper in typischen Schamhaltungen[2] verkörpert: Statt einer würdevollen stolzen Ausstrahlung, macht sich der Mensch klein, krumm, buckelig. Der Selbstwert, die eigene Würde, ist tief verletzt und der Mensch verkörpert das regelrecht oder übermalt es übertrieben durch unstimmiges, fast karikatives Auftreten. Man lernt sich unsichtbar zu machen oder eine Rolle zu übernehmen. </p>
<p style="font-weight: 400;">Marks sieht Scham als „Wächterin der menschlichen Würde“: Sie ist ein inhärenter Kompass des bewussten Menschen, seinen Selbstwert zu schützen. Sie ist Ausdruck seiner Begabung zur Bewusstwerdung und Selbstreflexion. V.a. ist sie Hinweisgeber für die Korrektur sozialen Verhaltens im Umgang mit sich selbst und anderen.</p>
<p style="font-weight: 400;">
<h2 style="font-weight: 400;">Anhang</h2>
<h3 style="font-weight: 400;">Bedeutung in Gewaltsystemen &#8211; ein dunkles Kapitel der Menschheit</h3>
<p style="font-weight: 400;">Marks betrachtet Scham nicht nur als individuelles Gefühl, sondern interessiert sich v.a. auch für systematische Beschämung in Machtsystemen als gesellschaftliches Phänomen. Seine Beschäftigung mit kollektiver Scham kam ursprünglich von Forschungen zur Frage, wie Menschen für den Nationalsozialismus gewonnen werden konnten.</p>
<p style="font-weight: 400;">In Dominanzsystemen, in denen Macht zum Selbstzweck geworden ist, spielt Narzissmus und Selbstaufwertung auf Kosten anderer eine Rolle. Lob und Beschämung &#8211; in allen vier Ebenen &#8211; hat als Machtmittel und Mittel tiefer emotionaler Gewalt darin System. Kaum jemand erkennt,  dass es doch nur ein perfides Schamabwehrprogramm der Mächtigen ist, das Massen kleinhalten will.[3] Es zeigt sich z.B. dass systematisches Beschämen und Kleinmachen im Militär, dazu führt, dass Menschen bereit werden, in den Krieg zu ziehen. Minderheiten, die weniger gefestigt sind und sich zu Opfern machen lassen, werden in schambehafteten Umgebungen leicht zur chronischen Projektionsfläche der Scham anderer. Die Schande wird regelrecht auf sie abgeladen, so dass die Mehrheiten den Schmerz ihrer Scham nicht fühlen müssen.</p>
<p>Dazu ist zu verstehen, dass die &#8222;Pädagogik der <strong style="font-weight: 400; font-size: 18px;">Beschämung&#8220; statt Beziehung </strong><span style="font-weight: 400; font-size: 18px;">ein Jahrhunderte altes </span><b style="font-size: 18px; font-weight: 400;">Erziehungskonzept ist, um Menschen in Systemen und ihren Regeln &#8222;f</b>unktionsfähig&#8220; zu machen<b style="font-size: 18px; font-weight: 400;">. Das Schamgefühl  derart gedemütigter Menschen und ihr Hunger nach wahrhaftigem Gesehen</b><b style="font-size: 18px; font-weight: 400;">werden </b>sind leicht in Wut gegen andere zu kanalisieren, wenn ein Heilsbringer kommt, der von der eigenen Scham erlöst und sie in Wut nach außen richtet. So wird  die Schamspirale als Teufelskreis emotionaler Gewalt immer weiter angeheizt. Die Geschichte ist voll mit Beispielen. <span style="font-size: 18px;"></span>Stephan Marks zeigt, dass Scham ein Schlüssel zum Verständnis vieler persönlicher und gesellschaftlicher Gewaltentwicklungen ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="font-weight: 400;">
<p style="font-weight: 400;">
<h4 style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">[1] Vgl. <a href="https://amzn.to/3T8c9XM">Stephan Marks (2026): Scham</a> &#8211; über die tabuisierte Emotion, Patmos Verlag, Düsseldorf, Neuauflage. </h4>
<p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">[2] Akute Schamreaktionen des Körpers zeigen sich besonders am Kopf: Kopfsenken, Blickkontakt vermeiden, Rotwerden (Adrenalin) oder Bleichwerden.</p>
<p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">[3] Es ist keine 100 Jahre her, da zeigte der Nationalsozialismus in Deutschland, zu welcher Bestialität Menschen fähig sind. So wurden z.B. die Menschen, die im Nationalsozialismus ins KZ eingeliefert wurden, systematisch jeglicher Menschenwürde beraubt. Sie wurden auf allen Ebenen systematisch menschenunwürdig beschämt: </p>
<ul>
<li style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">Anerkennung: Ihnen wurde ihre Identität genommen und eine Nummer und Winkelfarbe zugewiesen.</li>
<li style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">Schutz der eigenen intimsten Grenzen: Bei ihrer Ankunft wurden sie entblößt, am ganzen Körper rasiert und mit den Schnittverletzungen in ein Desinfektionsbad getaucht.</li>
<li style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">Zugehörigkeit: Ihnen wurden alle menschlichen Rechte entzogen. Das Lager war ein rechtsfreier Raum. Dort waren sie unter menschenunwürdigen Bedingungen eingesperrt. Sie wurden im &#8222;Sklavendienst&#8220; bis zur Erschöpfungsgrenze ausgebeutet und waren der Gewaltwillkür schutzlos ausgeliefert.</li>
<li style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">Gewissen: Es wurde eine Häftlingshierarchie aufgebaut, um das Lager mit vergleichsweise wenig Wachpersonal zu kontrollieren. Häftlinge wurden zu Mittätern gemacht indem es  ihnen bewusst ermöglicht wurde, sich selbst  Hafterleichterungen zu verschaffen.</li>
</ul></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/lerneinheit-positive-fehlerkultur-von-scham-und-beschaemung/">Lerneinheit Positive Fehlerkultur &#8211; Von Scham und Beschämung</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gesund führen: Verbundenheit und Autonomie</title>
		<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/gesund-fuehren-verbundenheit-und-autonomie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke &#38; Stefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 08:15:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impulsgeschichten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://krankenhausberater.de/?p=19335</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Ort, der aus heutiger Sicht nicht von den besten äußeren Bedingungen geprägt war, fühlte sich in der Kindheit doch wie Freiheit an. Denn er verkörperte Verbundenheit und Autonomie...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/gesund-fuehren-verbundenheit-und-autonomie/">Gesund führen: Verbundenheit und Autonomie</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_2 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_3">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_3  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Catherin erinnert sich noch an den Geruch von staubigem Stroh, an warme Sommerluft und an das Schnauben der Ponys im Halbdunkel der Ställe. Jahr für Jahr verbrachte sie ihre Ferien auf diesem Ponyhof – einem Ort, der aus heutiger Sicht von Rauheit und Enge geprägt war und sich für sie als Kind doch wie Freiheit anfühlte.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;" data-start="314" data-end="660"><em>Fünfundzwanzig Ponys standen dort, in Ständern in Ställen angebunden, die ihnen kaum Raum ließen, sich zu drehen, geschweige denn sich entspannt hinzulegen. Sie bekamen Stroh zu fressen, kein duftendes Heu, keine Mineralstoffe, nichts, was man heute als artgerecht bezeichnen würde. Und doch – in Catherins Erinnerung – waren sie freundlich, offen und geduldig. In jeden Ferien kamen Kinder, suchten sich „ihr“ Pony aus, strichen über weiche Nasen, flochten Mähnen, flüsterten Geheimnisse. Für eine Woche oder zwei entstand eine zarte Verbindung. Zweimal täglich ritten sie kurz aus – auch ohne Reitschuhe, ohne Sattel, ohne Druck. Es ging nicht um Leistung, nicht um Technik. Es ging um das Gefühl von Bewegung, um das leise Einverständnis zwischen Kind und Tier. Die Ponys trugen sie – ruhig, verlässlich, als wäre das völlig natürlich. Die Kinder erlebten Freiheit und das Glück der Erde auf den Rücken der Pferde.</em></p>
<p style="font-weight: 400;" data-start="1141" data-end="1447"><em>Nach Monaten ohne frisches Gras durften die Ponys am Ende der Sommerferien dann wochenlang auf die Weide. Man hätte erwarten können, dass ihre Körper rebellieren. Dass sie krank werden, lahmen, Koliken bekommen. Doch nein. Sie blieben gesund. Unerschütterlich.</em></p>
<h4 style="font-weight: 400;" data-start="1141" data-end="1447">Wie ist das zu erklären?</h4>
<p data-start="1449" data-end="1515"><em>Als Kind hinterfragte Catherin das nicht. Es war ihre Welt. Erst als Erwachsene, viele Jahre später, begann sich ein Unbehagen in die Erinnerungen zu mischen. In modernen Reitställen erlebte sie ein Kontrastprogramm: Trotz akkuratem Futtermanagement und hellen, geräumigen Boxen, mit geschniegelt gepflegten und medizinisch gut versorgten Sportpferden, sah sie Nervosität, angespannte Muskeln, Krankheiten, die sie auf dem Ponyhof nie wahrgenommen hatte. Und plötzlich stand diese rätselhafte Frage im Raum: Wie konnten die Ponys damals – unter so schlechten Haltungsbedingungen – so gesund gewesen sein? Die Antwort fand sie nicht plötzlich, sondern sie schälte sich nach und nach heraus: Die Ponys hatten etwas gehabt, das vielen Pferden heute fehlt. Sie lebten in einer konstanten, stabilen Herde. Keine täglichen Wechsel, kein Herausreißen, kein ständiges Neuordnen sozialer Beziehungen. Sie mussten sich nicht beweisen, nicht funktionieren. Sie wurden nicht trainiert, nicht korrigiert, nicht überfordert. Die Kinder, die sie ritten, wollten von ihnen nichts außer Nähe und schöne gemeinsame Zeit.</em></p>
<p style="font-weight: 400;"><em>Und da war der Bauer. Es war eine andere Zeit. Er war ein einfacher gradliniger Mann, der 24/7 arbeitete, der vielleicht nie gelernt hatte, was gute Tierhaltung bedeutet – und der doch seine Tiere liebte. Ungekünstelt. Wahrhaftig. Seine Wertschätzung lag in der Luft, still und selbstverständlich. So entstand etwas ganz Paradoxes: Inmitten äußerlich mangelhafter Umstände war innere Zufriedenheit. Die Ponys waren psychisch stabil. Sie lebten in Sicherheit, ohne dauerhaften Stress. Und vielleicht war genau das der unsichtbare Schutz, der sie so widerstandsfähig machte.</em></p>
<h4 style="font-weight: 400;">Was wir in all unserem Wissen über gute äußere Bedingungen scheinbar vergessen haben&#8230;.</h4>
<p style="font-weight: 400;" data-start="3112" data-end="3365">Heute kennt Catherin aus beruflichen Gründen viele Pferde – viele perfekt versorgt, optimal gefüttert und medizinisch betreut. Und doch sind sie oft angespannt, empfindlich, entwickeln Krankheiten, die nicht allein körperlich erklärbar sind. Sie leben in einer Welt voller Unruhe. Ungeduldige Menschen. Hektische Abläufe. Ständiger Druck, Erwartungen. Zu wenig echte Zugehörigkeit, zu wenig Sicherheit. Zu selten das Gefühl, fester Teil einer stabilen Gemeinschaft zu sein. Und manchmal denkt Catherin zurück an die genügsamen Ponys ihrer Kindheit – an ihre freundlichen Augen. Und weiß insgeheim, dass Gesundheit tief in der Seele beginnt: dort wo ein Wesen sich sicher, in seiner Herde zuhause und gesehen fühlt.</p>
<p style="font-weight: 400;" data-start="3112" data-end="3365">Wenn das Leben von Liebe getragen ist, braucht es offenbar nicht so viel, um sich gesund zu entwickeln. Hier kommt zusammen, was Gerald Hüter, das &#8222;Lebensgefühl der Liebe&#8220; nennt: sich zugleich <span style="font-size: 18px; background-color: #ffffff;">in der Sicherheit einer verlässlichen Herde verbunden sowie frei und autonom in seiner individuellen Einzigartigkeit gesehen zu fühlen. Und so können wir heute von dem einfachen gutherzigen Bauern viel über die Essenz gesunder Führung lernen.</span></p>
<p style="font-weight: 400;">
<div></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">[1] Frei ausgeschmückt nach einem Instagram-Blogbeitrag von Catherin Seib vom 11.9.2025 auf &#8222;Pferde verstehen&#8220;, vgl. <a href="https://www.instagram.com/p/DOc3_dwDUKa/">https://www.instagram.com/p/DOc3_dwDUKa/</a> [zuletzt abgerufen am 30.4.2026]. </p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/gesund-fuehren-verbundenheit-und-autonomie/">Gesund führen: Verbundenheit und Autonomie</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Laxy, René (1. Aufl. 2026)</title>
		<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/laxy-rene-mitarbeitergespraech-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke &#38; Stefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 20:12:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://krankenhausberater.de/?p=19357</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das systemische Mitarbeitergespräch, Fragetechniken für Führungskräfte – Klarheit schaffen, Lösungen fördern, Wirkung erzielen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/laxy-rene-mitarbeitergespraech-2026/">Laxy, René (1. Aufl. 2026)</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="et_pb_section et_pb_section_3 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_4">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><blockquote>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Das systemische Mitarbeitergespräch, </strong><strong style="font-size: 18px;">Fragetechniken für Führungskräfte – Klarheit schaffen, Lösungen fördern, Wirkung erzielen, </strong></p>
<p><strong><span style="font-size: 18px; background-color: #ffffff;">Reihe Leadership kompakt, </span>managerSeminare Verlags GmbH, Bonn.</strong></p>
</blockquote>
<p style="font-weight: 400;">René Laxys Ansatz markiert einen Kulturwandel in Führungsgesprächen &#8211; vom hierarchischen/ disziplinarischen hin zum coachenden/ dialogischen Format. Dazu nimmt er sich das Mitarbeitergespräch in zehn Gesprächsanlässen unterschiedlicher Komplexität vor und verknüpft es mit der systemisch-coachenden Haltung.</p>
<h4 style="font-weight: 400;">10 Gesprächsanlässe:</h4>
<ul style="line-height: 14pt;">
<li>Bewerbungsgespräch</li>
<li>1:1-Gespräch/Jour fixe</li>
<li>Feedback geben</li>
<li>Delegation</li>
<li>Zielvereinbarungsgespräch/ Mitarbeiterjahresgespräch</li>
<li>Förderung von Eigenverantwortung</li>
<li>Konflikt zwischen Teammitgliedern</li>
<li>Leistungsverschlechterung eines Teammitglieds</li>
<li>Arbeitsüberlastung/ Burnout-Anzeichen</li>
<li>Change-/Veränderungsgespräch</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Auf diese Weise kann Kommunikation zu einem Ausdruck der Beziehung zwischen Mitarbeiter und Führung werden. Mit offen interessierten Fragen lassen sich beide Seiten auf eine tiefe Reflexion ein. Bei der Gesprächstechnik dreht sich im Wesentlichen um die Erkundung von Wahrnehmungen und Möglichkeiten/ Perspektiverweiterungen. Dazu hält Laxy folgende Fragetypen für besonders wirksam.</p>
<h4 style="font-weight: 400;">12 Fragetypen:</h4>
<ul style="line-height: 14pt;">
<li>Fragen zum Problemverständnis</li>
<li>Konkretisierungsfragen</li>
<li>Fragen zu Unterschieden</li>
<li>Skalierungsfragen</li>
<li>Zirkuläre Fragen</li>
<li>Ziel- und lösungsorientierte Fragen</li>
<li>Ressourcenorientierte Fragen</li>
<li>Fragen zu Ausnahmen</li>
<li>Hypothetische Fragen</li>
<li>Wunderfragen</li>
<li>Den Ball zurückspielen durch Gegenfragen</li>
<li>Praxistransferfragen</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Jeder Fragetyp wird jeweils mit Funktion, Wirkung, Einsatzmöglichkeit vorgestellt. Es ist nicht das erste Buch, das sich mit einer<strong><a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/wunderfrage-steve-de-shazer-fragetechniken/"> Landkarte systemischer Fragetechniken</a></strong> auseinandersetzt. Besonders ist jedoch die Ausschließlichkeit, auch im Führungskontext ganz auf das dialogisch-coachende Konzept zu setzen. Und dieses v.a. in allen Gesprächsanlässen und herausfordernden Verhaltensweisen mit einer stringend offenen Haltung zum anderen durchzuhalten. Weniger um Informationen zu gewinnen, sondern um Reflexion zu fördern, neue Perspektiven und Zusammenhänge zu erkunden. Laxy widmet sich dann herausfordernden Stressmustern im Kommunikationsverhalten. Hier wird deutlich wie systemische Fragen helfen können, festgefahrene Situationen zu öffnen, neue Perspektiven zu ermöglichen und Mitarbeitende stärker in die Entwicklung von Lösungen einzubeziehen:</p>
<h4 style="font-weight: 400;">9 herausfordernde Verhalten:</h4>
<ul style="line-height: 14pt;">
<li>Ablenken vom eigentlichen Thema: Auslagern auf Themenspeicher, zurück zum Gesprächsthema führen</li>
<li>Probleme herunterspielen: Problemperspektive und deren Tragweite konkretisieren – Lösungen entwickeln</li>
<li>Unsachliche Argumente, Emotionalisieren: Tempo rausnehmen, Grenzen in der Kommunikationsform setzen und zurück zur Sachebene bzw. Konflikt benennen</li>
<li>Schweigen oder Blockadehaltung – Stille aushalten, Schweigen ansprechen, Räume öffnen</li>
<li>Ja-aber-Muster: mit Dialogen durchbrechen, Motivation hinter dem Einwand bzw. Widerstand erkunden</li>
<li>Weinen, wütend oder laut werden: empathisch abholen, wenn nötig Gespräch pausieren, Emotionen als Ressourcen nutzen, statt sie auszublenden</li>
<li>Frustration/ Demotivation: Aktiv zuhören, enttäuschte Erwartungen, Ausnahmen, Möglichkeiten erkunden</li>
<li>Selbstbild vs. Fremdbild: direkte Konfrontation durch Maske zirkulärer &amp; hypothetischer Fragen vermeiden</li>
<li>Vorwürfe und Angriffe gegen die Führungskraft: Nicht rechtfertigen, situativen Kontext konkretisieren</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Auf 200 Seiten erhalten die Leser ein Techniktraining, das das vorhandene Methodenrepertoire erweitern soll. Und doch geht es am Ende um weit mehr als um Technik &#8211; um das Durchdeklinieren einer positiven dialogischen Haltung zum Mitarbeitenden auf Augenhöhe. Und das ist es, was uns dran begeistert! Da wird die Wirkung nicht lange auf sich warten lassen&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_5">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_5  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><blockquote>
<p>Das systemische Mitarbeitergespräch, Fragetechniken für Führungskräfte – Klarheit schaffen, Lösungen fördern, Wirkung erzielen, Reihe Leadership kompakt, managerSeminare Verlags GmbH, Bonn.</span></p>
</blockquote></div>
			</div><div class="et_pb_button_module_wrapper et_pb_button_0_wrapper  et_pb_module ">
				<a class="et_pb_button et_pb_button_0 et_pb_bg_layout_light" href="https://www.managerseminare.de/LeadershipMedien/Buecher/Das-systemische-Mitarbeitergespraech-Neuerscheinung,9020">Zur Leseprobe oder direkten Bestellung (managerSeminare)</a>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/laxy-rene-mitarbeitergespraech-2026/">Laxy, René (1. Aufl. 2026)</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zitat frei nach Marshall B. Rosenberg (im 20./21. Jhd.)</title>
		<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/zitat-frei-nach-marshall-b-rosenberg-im-20-21-jhd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke &#38; Stefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2026 10:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Management Brevier]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://krankenhausberater.de/?p=19084</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wo kein Raum für Selbsteinfühlung ist, ist es in den Menschen auch nicht lebendig genug für authentische Präsenz.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/zitat-frei-nach-marshall-b-rosenberg-im-20-21-jhd/">Zitat frei nach Marshall B. Rosenberg (im 20./21. Jhd.)</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="et_pb_section et_pb_section_4 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_6">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_6  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Zitat frei nach Marshall B. Rosenberg</p>
<blockquote>
<p>Wo kein Raum für Selbsteinfühlung ist, ist es in den Menschen auch nicht lebendig genug für authentische Präsenz.</p>
</blockquote>
<p><em>Marshall B. Rosenberg (1934-2015, US-amerikanischer Psychologe, Gründer des gemeinnützigen Center for Nonviolent Communication | Gewaltfreie Kommunikation und international tätiger Mediator).</em></p>
<p><i></i></p>
<p>Und dazu die Reflexionen:</p>
<p>Wo und wann habe ich Zeitinseln für mich zur Selbstreflexion?<br />Wie hängen für mich Selbstklärung und authentische Präsenz zusammen?<br />Wen bitte ich um Einfühlung, wenn mir meine Gedanken im Wege stehen, mir Selbsteinfühlung geben zu können?</p>
<p><i></i></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div><div class="et_pb_section et_pb_section_5 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_8">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_7  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>&nbsp;</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<h4>Management Brevier - Zitat zum Change Management</h4>
<h5>Zitat Sammlung von E. Eberts</h5>
<p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">Zitate, die mich berühren, sammle ich seit der Kindheit gerne. Einmal wurde ich so in der 3. Klasse gefragt, ob ich denn immer nur so schwere Sprüche ins Poesiealbum schreiben kann. Diese Kritik traf mich (heute frage ich mich, ob es je als Kritik gedacht war). Doch meine Sehnsucht nach tiefem Sinn konnte sie mir nicht bremsen. Angeregt zu meiner Zitat zum Change Sammlung wurde ich viele Jahre später durch das Change Management Brevier von Pater Zoche. Da ich vergeblich auf eine Fortsetzung der App wartete, begann ich selbst damit.</p>
<h4 style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">Zur inneren Logik der Zitate zum Change</h4>
<p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">Zitate, Weisheiten, Sprüche sollen per se die Reflexion anregen. Oft geht es um existentielle Fragen, die bedacht werden wollen. Jedes Zitat ist dabei ein Kind seiner Zeit und stets aus seinem Kontext und der Kultur heraus zu verstehen. Und doch regt es uns auch im Verheutigen an, den Sinn in den Worten neu zu finden. In der monatlichen Reihung durch das Jahr werden die <a href="/thema/changekompetenzen/" title="Kompetenzen im Change">Schritte im Change</a> abgebildet. Nach einem Jahr geht es in den nächsten Lernzyklus. Das Brevier (lat. brevis = kurz) war originär ein Verzeichnis der Teile des christlichen Stundengebets. Das Management Brevier als Titel einer Zitat Sammlung bettet die Zitate so in eine menschliche Haltung zum permanenten Wandel ein. Und so soll dieses Brevier inspirieren, sich immer wieder neu zu hinterfragen: Manager sind Macher, Gestalter unserer Welt. Sie verantworten Ergebnisse. Welche und wie - das macht einen Unterschied in der Welt.</p>
<h4 style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;"></h4></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_0">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img fetchpriority="high" decoding="async" width="908" height="318" src="https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2022/09/12-Schritte-im-Change-2.jpg" alt="Management Bevier - 12 Schritte im Change" title="12 Schritte im Change" srcset="https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2022/09/12-Schritte-im-Change-2.jpg 908w, https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2022/09/12-Schritte-im-Change-2-480x168.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 908px, 100vw" class="wp-image-11508" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_9  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">Change braucht Zeit - im doppelten Sinne. Heute, Morgen, Gestern vernetzen sich und der Mensch erlangt in der Vertiefung Weisheit. Wir gelangen bei gleichen Themen immer tiefere Einsichten und tieferes Verständnis. Wir erkennen Verbindungen. Plötzlich kommt alles zusammen und ein uns bislang verborgener Sinn erschließt sich. Doch da Weisheit nie absolut ist, sind wir weiter angefragt. Lebenserfahrung und Erkenntnis anderer bieten dabei Impulse. Wenn wir uns einlassen, kann irgendwo auf dem Weg der nächste Wandel geschehen...</p>
<p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;"><a href="https://krankenhausberater.de/newsletter/" title="Zum Newsletter Abo">Abonnieren Sie unseren Newsletter, um </a><span>automatisch 4x im Jahr unsere Impulse des letzten Quartals auf einen Blick zu erhalten.</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/zitat-frei-nach-marshall-b-rosenberg-im-20-21-jhd/">Zitat frei nach Marshall B. Rosenberg (im 20./21. Jhd.)</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zusammenarbeit mit gemeinsamer App in der Chirurgie, Universitätsklinik Ulm</title>
		<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/zusammenarbeit-mit-gemeinsamer-app-in-der-chirurgie-universitaetsklinik-ulm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke &#38; Stefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 21:44:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://krankenhausberater.de/?p=19039</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie digitale Prozesse in der Chirurgie Menschen zu Netzwerken und  Lösungsfindern verbinden. Wenn Führung und Kultur es ermöglichen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/zusammenarbeit-mit-gemeinsamer-app-in-der-chirurgie-universitaetsklinik-ulm/">Zusammenarbeit mit gemeinsamer App in der Chirurgie, Universitätsklinik Ulm</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_6 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_9">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_8  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_10  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="font-weight: 400; text-align: left;"><strong>Referenz Ansprechpartner: Robert Jeske, Pflegedirektor | Heike Exel, Pflegedienst-leitung Zentrum für Chirurgie  | </strong><strong>Theresa Waibel (B.A.), </strong><strong>Bereichsleitung</strong><strong>, alle Universitätsklinikum Ulm, 2026</strong></p>
<p>Wie gelingt Zusammenarbeit im Klinikalltag? Ein Pilotprojekt im Zentrum für Chirurgie zeigt, wie digitale Prozesse Menschen verbinden können. Statt Silos entstehen Netzwerke – statt Schuldfragen gemeinsame Lösungen. Führung wird zum Möglichmacher, Kultur zum Erfolgsfaktor. Ein Blick hinter die Kulissen eines selbstorganisierten Wandels.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Ziel</h2>
<p>Die Zusammenarbeit im Krankenhaus wird komplexer, Prozessabfolgen arbeitsteiliger und schneller. Zugleich ist die Arbeitsbelastung hoch, die Bedürfnisse der Mitarbeitenden nehmen zu, und nirgends ist Fachpersonal im Überfluss. Deshalb braucht es ein Führungsverständnis, das klare Rahmen vorgibt – und gleichzeitig eine offene, direkte Zusammenarbeit ermöglicht. Es geht nicht darum, Hierarchien abzuschaffen. Doch sind die täglichen Schnittstellen zwischen den Berufsgruppen besser miteinander zu verbinden – durch direkte Kommunikation von Rolle zu Rolle. In einer Organisation mit rund 8.500 Mitarbeitenden stoßen klassische Einzelabstimmungen schnell an ihre Grenzen. Im Pilotprojekt im Zentrum für Chirurgie soll diese Zusammenarbeit deshalb über eine prozessbegleitende digitale App von <strong>Cliniserve</strong> unterstützt werden.</p>
<h2>Vorgehen</h2>
<h4>Digitale Prozess-Dokumentation</h4>
<p>Zunächst wurde der Weg der Patient:innen betrachtet: von der Normalstation in den OP, weiter in den Aufwachraum und zurück auf die Station. Ziel war es, zeitkritische Übergabepunkte zwischen Pflege, Chirurg:innen, Anästhesie und Transportdienst zu erfassen. Dabei wurden z.B. folgende Schritte genau analysiert:</p>
<p>• Aufnahme auf Normalstation (oder im AOZ)<br />• OP-Vorbereitung durch Pflege, Chirurgie und Anästhesie<br />• OP-Abruf und rechtzeitiger Abruf des Transportdienstes<br />• Ankunft und Wartezeiten vor dem OP<br />• Rücktransport aus dem Aufwachraum</p>
<p>Beteiligte all dieser Schnittstellen sind gemeinsam im Leitungsteam vertreten. Dort wurde der gesamte Prozess für die App abgebildet und mit Kennzahlen versehen, um Abläufe messbar zu machen. Mangels Holdingarea als zentrale Wartezone im OP ist eine gute Abstimmung besonders wichtig, um zum einen Leerlaufzeiten im OP zu vermeiden und zum anderen den Aufwachraum nicht zu überlasten. Für eine gute Hand-in-Hand-Kommunikation mit den und auf den Stationen ist v.a. eine laufende zeitaktuelle Prozesstransparenz dienlich. Beides &#8211; Abstimmung und Transparenz unter den Berufsgruppen &#8211; sollen über die App-Nutzung strukturiert werden.</p>
<h4>Pilotphase mit wöchentlichem Management-Teamboard</h4>
<p>Nach dieser Vorbereitung startete die Pilotphase auf den ersten Stationen. In der Woche davor wurden alle Berufsgruppen geschult. Mitarbeitende erhielten Mobilgeräte oder Zugang zu festen Terminals. Die Spannung war groß: Der Prozess betrifft unfassbar viele Mitarbeitende der unterschiedlichen Berufsgruppen, und schon der Ausfall einer Rolle kann den Ablauf stören. Deshalb war klar: Der Pilot kann nur mit Disziplin aller Beteiligten gelingen. Und nur, wenn alle Berufsgruppen eng zusammenarbeiten und mit einer guten Fehlerkultur gemeinsam Lösungen finden – statt Schuld zu verteilen. Dass dies kein Selbstläufer ist und die Patientensteuerung mit dem Startschuss nicht wie auf wundersame Weise nur noch über die von allen perfekt gepflegte App laufen wird, war zu erwarten.</p>
<p>So wurde ein wöchentliches Managementboard für die zweimonatigen Pilotphase aufgesetzt. Dort werden von Woche zu Woche, erfolgreiche Fortschritte aus den Teams zurückgespiegelt, gemeinsam nächste Verbesserungsschritte festgelegt und Hindernisse beseitigt – nach agilen Prinzipien und im Sinne des <strong>Positive Leadership Mindsets</strong> [*]. Die Führungskräfte tragen die Inhalte dann kontinuierlich in ihre Teams zurück, sammeln laufend Rückmeldungen und Ideen und bringen sie wieder ins Managementboard ein. So entsteht ein fortlaufender Lernprozess.</p>
<h2>Ergebnis</h2>
<p>Die Zusammenarbeit über Berufsgruppen durch die digitale Prozessdokumentation wurde von vielen Beteiligten bis hin zum Vorstand von Anfang an gestützt. Von Besprechung zu Besprechung werden das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung stärker. Es entsteht eine neue gemeinsame Sicht auf den Gesamtprozess und mehr Verständnis für Engpässe der jeweils anderen. Das Managementteam hat dabei Vorbildwirkung für:</p>
<p>• eine offene Fehlerkultur und konstruktives Feedback<br />• einen lösungsorientierten Umgang mit Konflikten<br />• eine klare und wertschätzende Kommunikation</p>
<p>Diese Haltung wird regelmäßig in den gemeinsamen Besprechungen gelebt. Um die Wirkung sichtbar zu machen, werden die Prozessfortschritte in der Pilotphase gemessen.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_1">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img decoding="async" width="908" height="368" src="https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2026/03/Cliniserve-Modellierung.jpg" alt="" title="Cliniserve Modellierung" srcset="https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2026/03/Cliniserve-Modellierung.jpg 908w, https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2026/03/Cliniserve-Modellierung-480x195.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 908px, 100vw" class="wp-image-19271" /></span>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_10">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_9  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_cta_1 et_pb_promo  et_pb_text_align_center et_pb_bg_layout_dark">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_promo_description"><h2 class="et_pb_module_header">Referenz</h2><div><p style="text-align: left; color: #000000;"><b>Projekt</b>: Transformationaler Kulturwandel in der Chirurgie<br /><b>Ansprechpartner: </b>Robert Jeske, Pflegedirektor | Heike Exel, Pflegedienst-leitung Zentrum für Chirurgie  | Theresa Waibel (B.A.), Bereichsleitung, alle Universitätsklinikum Ulm, 2026<br /><b>Zeitraum: </b>2025-2026</p></div></div>
				
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_11  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h4 style="font-size: 10pt; line-height: 1.2;">[*] Positive Leadership setzt an den Stärken, Ressourcen und gesunden Anteilen von Menschen und Organisationen an. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes ist wissenschaftlich gut belegt und zeigt sich v.a. im Arbeitsalltag von Organisationen und Kliniken. Langfristig tragen positive (Führungs-) Beziehungen dazu bei, emotionale Erschöpfung zu reduzieren, Fluktuation zu senken, Zusammenarbeit in Teams zu verbessern und Patientensicherheit zu stärken. Zugleich entwickeln sich Fehleroffenheit und Lernbereitschaft, was der Arbeitszufriedenheit und Personalbindung dient. Der Transformationsprozess soll von klassischen berufsgruppensepariert geprägten Organisationsstrukturen hin zu mehr Kooperation, Vernetzung, freiwilligem Engagement und geteilter Verantwortung wirksam werden und sich konkret im Alltag widerspiegeln.</h4></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/zusammenarbeit-mit-gemeinsamer-app-in-der-chirurgie-universitaetsklinik-ulm/">Zusammenarbeit mit gemeinsamer App in der Chirurgie, Universitätsklinik Ulm</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Klapperschlangen: Die innere Haltung prägt die Beziehung</title>
		<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/klapperschlangen-die-innere-haltung-praegt-die-beziehung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke &#38; Stefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 20:32:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impulsgeschichten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://krankenhausberater.de/?p=18966</guid>

					<description><![CDATA[<p>Viele Menschen fürchten Klapperschlangen. Manche sagen, Klapperschlangen können sehr gut spüren, was ein Mensch denkt und fühlt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/klapperschlangen-die-innere-haltung-praegt-die-beziehung/">Klapperschlangen: Die innere Haltung prägt die Beziehung</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_7 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_11">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_10  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_12  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Klapperschlangen haben auffällige Augen und giftige Zähne. Viele Menschen finden sie unheimlich und gefährlich. Manche sagen, Klapperschlangen könnten sehr gut spüren, was ein Mensch denkt und fühlt. Entspannte emotionale Präsenz in einer positiven Haltung ist da ein Schlüssel zu einer guten unsichtbaren Verbindung.</strong></p>
<p>Ein Goldsucher erzählte dem Vorreiter der Tierkommunikation <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/regenwuermer-inbegriff-von-selbstlosigkeit-und-ausdauer/">J. Allen Boone </a>(1882-1965) einmal etwas Merkwürdiges.[1] Er sagte: Klapperschlangen beißen nur sehr selten Indigene. Weiße Menschen beißen sie hingegen oft. Warum das so ist, wusste er nicht. Boone interessierte sich dafür und befragte viele Schlangenexperten. Viele bestätigten, dass Indigene und Klapperschlangen in Wüsten, Prärien und Bergen in friedlich Koexistenz miteinander lebten. Doch niemand hatte eine gute Erklärung, warum dann weiße Menschen häufig von den Giftschlangen gebissen wurden.</p>
<h3>Durch innere Haltung Konkurrenz oder Harmonie säen</h3>
<p>Boone legte sich schließlich einen Schluss zurecht: Unsere innere Haltung geht uns immer voraus. Unsere Gedanken, Gefühle und Absichten senden wir unbewusst energetisch aus. Manche Tiere, besonders Schlangen, scheinen dafür sehr empfänglich zu sein. Sie spüren, ob ihnen ein Mensch freundlich oder feindlich gesinnt begegnet. Dann entscheiden sie, wie sie reagieren. Sehen sie den Menschen als Freund oder als Gefahr?</p>
<p>Viele weiße Menschen sind in Angst vor tödlichen Schlangenbissen erzogen worden. Alarmiert wollen sie darum Schlangen bekämpfen. Die Giftschlange nimmt die feindliche Gesinnung wahr. So entsteht, zuerst im Denken und Fühlen, noch bevor jemand handelt, ein Konflikt, der in einer Teufelsspirale der Angst tödlich eskaliert. Die Schlange fühlt sich bedroht und reagiert ebenso aggressiv. Am Ende stirbt entweder die Schlange durch eine Waffe oder der Mensch durch einen Biss.</p>
<p>Der Indigene lebt anders. Er fühlt sich verbunden mit dem, was er den „großen Geist“ nennt. Damit meint er die Kraft, aus der alles Leben entsteht und die alles miteinander verbindet. Er sieht sich selbst als Teil der großen Gemeinschaft allen Lebens. So betrachtet er die Schlange als Mitgeschöpf, das genauso ein Recht auf Leben, Freiheit und Respekt verdient wie er selbst. Durch diese Haltung stellt er eine harmonische Beziehung her: Zwischen Indigenem und Schlange gibt es keine Angst und keine Feindseligkeit. Wenn sie sich begegnen, bleiben beide stehen. Im Moment der Ruhe scheinen sie miteinander zu kommunizieren. Sie senden sich keine Drohung, sondern Freundlichkeit. Dann gehen sie weiter. So lehren uns Schlagen, dass eine Beziehung maßgeblich durch die innere Haltung geprägt wird, lange bevor sie sich in Verhalten sichtbar spiegelt.[2]</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Die Frau ohne Angst: Grace O. Wiley</h3>
<p>Was Naturvölkern selbstverständlich ist, konnte später bei Grace O. Wiley (1883–1948) bewundert werden. Die sanfte selbstbestimmte Frau arbeitete und lebte viele Jahre als Schlangenforscherin mit hunderten von Giftschlangen. Grace liebte die Schlangen, auch die besonders giftigen: Klapperschlangen, bis 7,5 Meter lange Königskobras, andere Kobras, Vipern, Mambas, Tigerschlangen und viele weitere Arten. Sie trug keine Schutzkleidung, nutzte kaum Hilfsmittel und fasste die Schlangen oft mit bloßen Händen an. Deshalb wurde sie die <em>Frau ohne Angst</em> genannt. Kollegen fanden ihr Verhalten oft unvorsichtig. Trotzdem: Grace war sehr erfolgreich. Sie war die erste Person, der es gelang, Klapperschlangen in Gefangenschaft zu züchten. So konnte die Forschung wirksame Gegengifte gegen Schlangenbisse entwickeln.</p>
<p>Außerdem arbeitete Grace als Tiertrainerin und Beraterin für Filme wie <em>Tarzan</em> und <em>Das Dschungelbuch</em>. Menschen aus der ganzen Welt besuchten sie in ihrem <em>Zoo for Happiness</em> in Kalifornien. Dort konnten sie sehen, wie sie mit Schlangen umging. Unter ihrer Aufsicht durften Besucher die Tiere sogar anfassen. In ihren Vorträgen erklärte Grace, wie faszinierend Schlangen sind, wenn man ihnen mit Ruhe und Respekt begegnet. Sie sagte, dass Schlangen nur angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen, erschreckt werden oder verletzt sind. Eindrucksvoll waren ihre Vorführungen im so g. Besänftigungsraum. Ein leerer Raum mit kahlen Wänden und einem massiven Tisch in der Mitte. Ausgewählte Zuschauer konnten sie dort bei ihren Besänftigungen durch eine Glasscheibe in der Tür beobachten.</p>
<h3>Graces Schlangen-Besänftigungen</h3>
<p>Der Ablauf mit Klapperschlangen war immer gleich: <em>Grace betrat ruhig den Raum und stellte sich still ans Ende des Tisches. In jeder Hand hielt sie einen langen Stock. Einer hatte ein kleines Netz, um den Kopf der Schlange auf Abstand zu halten. Der andere war mit weichem Stoff umwickelt, um den Körper der Schlange zu streicheln. Die Schlange befand sich in einer Kiste auf dem Tisch. Auf Graces Zeichen hin wurde der Deckel geöffnet. Die Schlange glitt heraus und rollte sich zusammen, bereit zur Verteidigung. Ihr Kopf bewegte sich hektisch umher, der Schwanz machte laut klappernde Warngeräusche. In dem kahlen Raum bewegte sich sonst nichts. Grace stand völlig still und schaute die Schlange ruhig an. Von außen sah es so aus, als würde nichts weiter passieren. Grace bewegte sich nicht. Die Schlange griff nicht an.</em></p>
<p><em>Doch Grace begann bereits Kontakt aufzunehmen. Sie sprach in Gedanken mit der Schlange. Sie zeigte ihr dabei respektvoll Bewunderung, Freundlichkeit und Ruhe. Denn Grace war überzeugt, dass alle Wesen auf ehrliche liebevolle Zuwendung reagieren. Sie lobte die Schlange für ihre tollen Eigenschaften und vermittelte ihr in ihrer telepathischen Weise ganz ohne Worte und Gesten, dass keine Gefahr bestand und dass sie in diesem neuen Zuhause von Herzen willkommen war.</em></p>
<p><em>Mit der Zeit veränderte sich das Verhalten der Schlange. Sie reagierte auf die ruhige, freundliche Haltung. Der Schwanz bewegte sich langsamer. Der Kopf hörte auf, sich zu drehen. Die Schlange schaute Grace an. Grace begann leise zu sprechen. Die Schlange streckte sich langsam in ihrer ganzen Länge aus und legte ihren Kopf vor Grace auf den Tisch. Erst jetzt bewegte sich Grace. Sie streichelte die Schlange zuerst mit dem Stock, später mit ihren Händen. Die Schlange krümmte dabei ihren Körper, ähnlich wie eine Katze beim Streicheln.</em></p>
<h3>Tragische Umstände<em></em></h3>
<p>Grace glaubte, dass man aus jedem giftigen Wesen Gutes hervorholen könne. Man müsse ihm dazu wahrhaftig mit ruhigem Verständnis, Freundlichkeit und Liebe begegnen.</p>
<p>Trotzdem starb sie schließlich unter tragischen Umständen. Die Herpetologin posierte für einen Fotografen mit einer indischen Kobra <span>(auch Brillenschlange oder Naja naja genannt) </span>aus ihrer Sammlung. Der Blitz der Kamera erschreckte die Schlange. Grace hielt geistesgegenwärtig einen Schlangenangriff vom Fotografen ab, wurde dabei aber selbst gebissen. Sie ließ sich sofort in die Klinik bringen. Dort gab es jedoch kein spezielles Antiserum mehr gegen Kobra-Gift, sondern nur gegen gängigere Schlangenbisse. Weniger als zwei Stunden nach dem Biss starb Grace O. Wiley.</p>
<div></div></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_13  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">[1] Vgl. J. Allen Boone (2013): Die große Gemeinschaft der Schöpfung, 4. Auflage, S. 92-102.</p>
<p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">[2] Dass Auswirkung der positiven menschlichen Haltung sich nicht auf Klapperschlangen begrenzt, sondern alles Lebendige umfasst, erforscht in heutiger Zeit auch die <strong><a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/glueckstagebuch-achtsam-den-tag-beenden/">Positive Psychologie</a></strong>.</p>
<p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">Schon der Volksmund kennt die Lebensweisheiten „Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.“ und „Man erntet, was man sät.“ Wie groß der Einfluss von unserem Verhalten und mehr noch von unserer Haltung gegenüber der ganzen beseelten Umwelt ist, dürfen wir uns im Kleinen und im Großen immer wieder bewusst machen. Und wenn Freundlichkeit, doch einmal nicht mit Freundlichkeit quittiert wird, so zeigt dies doch nur, dass offensichtlich andere Umfeldfaktoren bis hin zu alten Verletzungen gerade starke Einwirkung haben.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/klapperschlangen-die-innere-haltung-praegt-die-beziehung/">Klapperschlangen: Die innere Haltung prägt die Beziehung</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zitat von Charlie Chaplin (im 20. Jhd.)</title>
		<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/zitat-von-charlie-chaplin-im-20-jhd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke &#38; Stefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2026 07:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Management Brevier]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://krankenhausberater.de/?p=19071</guid>

					<description><![CDATA[<p>An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/zitat-von-charlie-chaplin-im-20-jhd/">Zitat von Charlie Chaplin (im 20. Jhd.)</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_8 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_12">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_11  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_14  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p> Zitat von Charlie Chaplin</p>
<blockquote>
<p>An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.</p>
</blockquote>
<p><em>Charlie Chaplin bzw. Charles Spencer Chaplin (1889-1977), Komiker in den frühen Stummfilmkomödien, gilt als erster Weltstar des Kinos und zählt als einer der Gründerväter der Traumfabrik Hollywood. zu den einer der einflussreichsten Filmemacher der Geschichte.</em></p>
<p><em></em></p>
<p>Und dazu die Reflexionen:</p>
<p>Wie finde ich dann zu den Wegweisern in mir? <br />Was waren im Rückblick wichtige Scheidewege auf meinem Lebensweg? Welcher Weg hat sich mir da eröffnet, welchen bin ich nicht gegangen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>An das Ende der Bergpredigt stellt Jesus ein ähnliches Wort (Mt 7,13-14): Man solle auf dem Lebensweg nicht dem breiten Weg mit der weiten Pforte folgen &#8211; den schon viele andere ausgetreten haben. Sondern dem eigenen innen Trampelpfad mit dem engen Eingang und dem schmalen Weg folgen &#8211; das ist: das ist immer wieder das innere Gewissen zu befragen und ganz Jesu nachfolgen. Hier ist immer wieder die eigene Entscheidung für den persönlichen Weg gefragt.<em></em><em></em><i></i></p>
<p><i></i></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div><div class="et_pb_section et_pb_section_9 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_14">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_12  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_15  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>&nbsp;</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<h4>Management Brevier - Zitat zum Change Management</h4>
<h5>Zitat Sammlung von E. Eberts</h5>
<p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">Zitate, die mich berühren, sammle ich seit der Kindheit gerne. Einmal wurde ich so in der 3. Klasse gefragt, ob ich denn immer nur so schwere Sprüche ins Poesiealbum schreiben kann. Diese Kritik traf mich (heute frage ich mich, ob es je als Kritik gedacht war). Doch meine Sehnsucht nach tiefem Sinn konnte sie mir nicht bremsen. Angeregt zu meiner Zitat zum Change Sammlung wurde ich viele Jahre später durch das Change Management Brevier von Pater Zoche. Da ich vergeblich auf eine Fortsetzung der App wartete, begann ich selbst damit.</p>
<h4 style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">Zur inneren Logik der Zitate zum Change</h4>
<p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">Zitate, Weisheiten, Sprüche sollen per se die Reflexion anregen. Oft geht es um existentielle Fragen, die bedacht werden wollen. Jedes Zitat ist dabei ein Kind seiner Zeit und stets aus seinem Kontext und der Kultur heraus zu verstehen. Und doch regt es uns auch im Verheutigen an, den Sinn in den Worten neu zu finden. In der monatlichen Reihung durch das Jahr werden die <a href="/thema/changekompetenzen/" title="Kompetenzen im Change">Schritte im Change</a> abgebildet. Nach einem Jahr geht es in den nächsten Lernzyklus. Das Brevier (lat. brevis = kurz) war originär ein Verzeichnis der Teile des christlichen Stundengebets. Das Management Brevier als Titel einer Zitat Sammlung bettet die Zitate so in eine menschliche Haltung zum permanenten Wandel ein. Und so soll dieses Brevier inspirieren, sich immer wieder neu zu hinterfragen: Manager sind Macher, Gestalter unserer Welt. Sie verantworten Ergebnisse. Welche und wie - das macht einen Unterschied in der Welt.</p>
<h4 style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;"></h4></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_2">
				
				
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img decoding="async" width="908" height="318" src="https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2022/09/12-Schritte-im-Change-2.jpg" alt="Management Bevier - 12 Schritte im Change" title="12 Schritte im Change" srcset="https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2022/09/12-Schritte-im-Change-2.jpg 908w, https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2022/09/12-Schritte-im-Change-2-480x168.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 908px, 100vw" class="wp-image-11508" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_16  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;">Change braucht Zeit - im doppelten Sinne. Heute, Morgen, Gestern vernetzen sich und der Mensch erlangt in der Vertiefung Weisheit. Wir gelangen bei gleichen Themen immer tiefere Einsichten und tieferes Verständnis. Wir erkennen Verbindungen. Plötzlich kommt alles zusammen und ein uns bislang verborgener Sinn erschließt sich. Doch da Weisheit nie absolut ist, sind wir weiter angefragt. Lebenserfahrung und Erkenntnis anderer bieten dabei Impulse. Wenn wir uns einlassen, kann irgendwo auf dem Weg der nächste Wandel geschehen...</p>
<p style="font-size: 10pt; line-height: 12pt;"><a href="https://krankenhausberater.de/newsletter/" title="Zum Newsletter Abo">Abonnieren Sie unseren Newsletter, um </a><span>automatisch 4x im Jahr unsere Impulse des letzten Quartals auf einen Blick zu erhalten.</span></p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/zitat-von-charlie-chaplin-im-20-jhd/">Zitat von Charlie Chaplin (im 20. Jhd.)</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fräntzel, Evelin &#124; Johannsen, Dieter (2026)</title>
		<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/fraentzel-evelin-johannsen-dieter-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke &#38; Stefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 22:09:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Buchtipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://krankenhausberater.de/?p=18998</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wertschätzung - Seminarkonzept und Bildkarten-Set im Paket, managerSeminare Verlags GmbH, Bonn.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/fraentzel-evelin-johannsen-dieter-2026/">Fräntzel, Evelin | Johannsen, Dieter (2026)</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_10 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_15">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_13  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_17  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><blockquote>
<p><strong>Wertschätzung &#8211; Seminarkonzept und Bildkarten-Set im Paket, managerSeminare<span> Verlags GmbH, </span><span>Bonn.</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Enthält Trainerleitfaden, Powerpoint-Vorlagen mit Traineranleitungen, Handouts, Übungen, Inputs, Online-Ressourcen für neun Module sowie Kartensatz mit 50 Fotobildkarten (DIN A5) für die kreative Arbeit im Coaching, Training, in der Aus- und Weiterbildung, Therapie und Supervision und Booklet in Metallbox.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Das mit viel Liebe fürs Detail anwendungsfertig ausgearbeitete Seminarkonzept von Evelin Fräntzel und Dieter Johannsen mit dem Titel „Wertschätzung”  halten wir für sehr stark. Es beinhaltet eine ausgearbeitete Vorlage für ein zweitägiges Training zur Stärkung einer wertschätzenden Teamkultur. Mit entsprechender Einarbeitung ist es sicherlich ebenso für erfahrene Trainer wie inhäusig für Personalentwickler als auch für die Teamleitungen selbst geeignet. Das Konzept ist in der Tiefe durchdacht und mit ausführlichem, 83-seitigem Handout mit den Übungen und Inputs zu den verwendeten Modellen sehr gut ausgearbeitet. Dazu sind auch noch Vorlagen für Powerpoint-Präsentationen, Flipcharts, Moderationswände und die Bildkarten beigefügt. Zur weiteren Anregung sind zudem ein Trainerleitfaden mit Ablaufplanung und Arbeitshilfen an die Hand gegeben.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Kultur gegenseitiger Wertschätzung aufbauen</h2>
<p style="text-align: justify;">Wertschätzung gibt Menschen Bedeutung und ist damit ein zentraler Bestandteil des <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/seliger-ruth-1-auflage-2014/">Positive Leadership Ansatzes</a>. Es zeigt sich immer wieder, dass es Wertschätzung ist, die unzufriedene Arbeitnehmer im Job am meisten vermissen: So fehlt über 40 Prozent aller Mitarbeitenden in Deutschland laut repräsentativer Studien wie der Job Happiness Studie 2022 vom Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von XING die angemessene Wertschätzung für ihre Arbeitsleistung. Nach dem Arbeitsmarktreport 2024 wünschen sich sogar 60% der Beschäftigten mehr Wertschätzung. Den Befund gilt es als Arbeitgeber ernst zu nehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit ihrem Curriculum aus 9 Kapiteln haben Fräntzel/ Johannsen aus unterschiedlichen Denkschulen ein stimmiges Gesamtkonzept zusammengestellt, um dem Begriff der <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/wertschaetzung-und-glueck-die-lehrerin/">Wertschätzung</a> mit konkreten Inhalten zu substantiieren:</p>
<p style="line-height: 12pt; text-align: justify;">1.  Wertschätzende Präsenz &amp; Teamregeln für ein wertschätzendes Miteinander<br />2.  Einordnung von Wertschätzung als positive Haltung, menschliches Grundbedürfnis und<br />     Wert im Allgemeinen, Abgrenzung von Positivem Feedback, Lob &amp; Dank <br />3.  Fünf gängige Ausdrucksformen der Wertschätzung nach Chapman/ White<br />4.  Umgang mit Abwertung, Aufarbeitung &amp; Heilung von erlebter Geringschätzung<br />5.  Selbstwertschätzung: Selbstbestimmung nach Deci/ Ryan, Selbstwirksamkeit nach<br />     Bandura, Erfolgstagebuch nach <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/seligman-martin-1-auflage-2012/">Seligman</a> führen, Verwundungen aufarbeiten <br />6.  Emotionale, kognitive und soziale/ kulturelle Empathie<br />7.  Humanistisches Menschenbild von Wertschätzung und Aktives Zuhören nach Rogers<br />8.  Feedbackkultur und Wertschätzungsbarometer im Team<br />9.  Aktionsplanung zum weiteren Praxistransfer im World Café Format nach Brown/ Isaacs</p>
<p style="text-align: justify;">In allen Kapiteln lassen sich die Bildkarten gut einsetzen, um die Arbeit mit unbewussten intuitiven Prozessen sowie freie Erzählungen der Teilnehmenden zu fördern.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Kulturwandel und Bewusstseinsprozess</h2>
<p style="text-align: justify;">Gerade in klassischen hierarchischen Strukturen sind oft abwertende Mechanismen der Kontrolle und subtilen Unterdrückung an der Tagesordnung. Fehlt es an gegenseitiger Wertschätzung, sorgen Mechanismen der Geringschätzung unterschwellig für Demotivation, Stress, psychische Verletzungen, Konflikte. Die Menschen gehen mehr und mehr auf Distanz zueinander.</p>
<p style="text-align: justify;">Reifen Organisationen kann ein Kulturwandel hin zu einem dialogischen Miteinander der Augenhöhe und gegenseitigen Wertschätzung gelingen. Dazu ist es individuell unabdingbar, die eigene Haltung permanent zu reflektieren, Routinen zu hinterfragen und Wege des Respekts und der Achtsamkeit im Alltag bewusst zu verkörpern. So werden Selbstwirksamkeit, Empathie, Motivation, Vertrauen und Kooperation im Team gestärkt und ein Umfeld geschaffen, in dem Menschen gerne mitarbeiten. Sicherlich ist ein Schlüsselthema dabei, beruflich erlebte Formen von Abwertungen, Geringschätzungen bis hin zu erfahrenen Verachtungen aufzuarbeiten, um sich mit der gewonnenen Feinfühligkeit und Reflexion gegen die destruktiven Muster zu schützen.</p>
<h2 style="text-align: justify;">Fazit</h2>
<p style="text-align: justify;">Das Trainingskonzept ist absolut praxisorientiert. Das beginnt damit, dass man sich im Team in bewusster Präsenz begegnet und sich gemeinsam Regeln für ein wertschätzendes Miteinander gibt. Im weiteren Verlauf werden die Teilnehmenden immer wieder  eingeladen, sich mit dem eigenen<a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/ciompi-luc-endert-elke-2011/"> Fühlen, Denken und Verhalten</a> allein und in Gruppen auseinanderzusetzen. Die dabei eingesetzte methodische Vielfalt der Formate verspricht gleichermaßen Kurzweiligkeit wie auch einen enormen Tiefgang des zweitägigen Trainings. Es ist fast sicher davon auszugehen, dass jedes Team, das sich dafür öffnet und das Training durchläuft, danach eine neue Ebene der bewusst wertschätzenden Zusammenarbeit erreicht. Zum Abschluss der Erkenntnisreise gehört es, gemeinsam zu erarbeiten, wie die Kultur der Wertschätzung im Team weiter gestärkt werden kann. </p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_16">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_14  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_18  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><blockquote>
<p>Fräntzel, Evelin | Johannsen, Dieter (2026): Wertschätzung &#8211; Seminarkonzept und Bildkarten-Set im Paket, managerSeminare<span> Verlags GmbH, </span><span>Bonn.</span></p>
</blockquote></div>
			</div><div class="et_pb_button_module_wrapper et_pb_button_1_wrapper  et_pb_module ">
				<a class="et_pb_button et_pb_button_1 et_pb_bg_layout_light" href="https://www.managerseminare.de/Trainingsmedien/Trainingskonzepte/Wertschaetzung-Trainingskonzept-Neuerscheinung,8915">Zur Leseprobe oder direkten Bestellung (managerSeminare)</a>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_19  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">Der Erwerb des Seminarkonzeptes beinhaltet eine Lizenz zur Schulung von bis zu 100 Personen. Weitere Lizenzen können ergänzt werden.</div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/fraentzel-evelin-johannsen-dieter-2026/">Fräntzel, Evelin | Johannsen, Dieter (2026)</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lerneinheit Entscheidungspyramide &#8211; Von Führungsentscheidungen und Empowerment</title>
		<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/lerneinheit-entscheidungspyramide-von-fuehrungsentscheidungen-und-empowerment/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke &#38; Stefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Feb 2026 14:13:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://krankenhausberater.de/?p=18979</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Entscheidungspyramide nach Claus Nowak verdeutlicht Beteiligung als ein Kontinuum, dessen Nuancen plakativ in fünf Abstufungen der Entscheidung entfaltet werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/lerneinheit-entscheidungspyramide-von-fuehrungsentscheidungen-und-empowerment/">Lerneinheit Entscheidungspyramide &#8211; Von Führungsentscheidungen und Empowerment</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_11 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_17">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_15  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_20  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="font-weight: 400;"><strong>Führung fordert mehr denn je, jeden Tag vielfältige Entscheidungen unter Druck und unvollständiger Information zu treffen. Zwischen Patientenwohl, Wirtschaftlichkeit, Personalmangel, wachsender Komplexität und abnehmender Stabilität. Hier gibt es oft kein eindeutiges Richtig oder Falsch. Bei der Entscheidung geht es nicht mehr nur um das Was, sondern auch um das Wie und Wer daran beteiligt ist.</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Viele Spannungen im Alltag entstehen, weil Entscheidungen ausbleiben oder intransparent sind. Oder weil anstelle von Beteiligung einsame Entscheidungen getroffen werden und ein Ja oder Nein der Mitarbeitenden dazu gar nicht erbeten ist. Damit bleibt die Ver-Antwort-ung aus, engagiert für die Entscheidung im täglichen Tun einzustehen. Fehlende Beteiligung und Entscheidungsspielräume gerade in alltagsnahen Fragen kostet Vertrauen, Energie und letztlich Qualität.</p>
<p style="font-weight: 400;">
<h2 style="font-weight: 400;">Fünf Abstufungen von Entscheidung und Beteiligung</h2>
<p style="font-weight: 400;">Die Entscheidungs- bzw. Beteiligungspyramide nach Claus Nowak [1] macht deutlich: Beteiligung ist kein Alles-oder-Nichts, sondern ein Kontinuum. Plakativ veranschaulicht er das in fünf Abstufungen der Entscheidung. Wie entschieden wird, sollte situativ und dem Kontext angepasst sein:</p>
<h4 style="font-weight: 400;">1. Information über Entscheidung</h4>
<p>Wenn es darauf ankommt und die Führungsakzeptanz da ist, sind in der Hierarchie klare schnelle Ansagen top-down möglich. Jedoch ist das als einziger Führungsansatz auf Dauer für freie und unabhängige Mitarbeitenden wenig motivierend.</p>
<h4>2. Erklären der Entscheidung</h4>
<p>Freiwilliges Folgen ist leichter zu erzielen, wenn die Führungskraft sich die Zeit zu Kommunikation nimmt und die Herleitung ihrer Entscheidungen transparent erklärt. Damit Mitarbeitende sie nachvollziehen und verstehen können, und &#8211; wenngleich sie auch nicht unbedingt einverstanden sind &#8211; ihnen auch folgen können.</p>
<h4>3. Beratung vor Entscheidung</h4>
<p>Manche Entscheidungen sind strategisch für den eigenen Verantwortungsbereich zu weitreichend, als dass die Führungskraft die Entscheidung in ihrer Letztverantwortung aus der Hand geben möchte. Dann hat sie immer noch die Möglichkeit, sich von ihren Mitarbeitenden beraten zu lassen, um im Anschluss die Entscheidung bestaufgeklärt unter Einschluss unterschiedlichster Perspektiven treffen zu können.</p>
<h4>4. Gemeinsame Entscheidungsprozesse</h4>
<p>Umfassende Beteiligung entsteht hingegen, wenn Mitarbeitende an der Entscheidung selbst beteiligt werden. Und ja: Diese Partizipation kostet die Führungskraft Zeit. Doch die Kosten, es nicht zu tun, sind langfristig viel gravierender. Keine Beteiligung kostet auf Dauer Motivation. Denn Dialog und Wahrnehmen der Fähigkeiten des Mitarbeitenden stiftet Beziehung. Die bewusste Gestaltung von Entscheidungsprozederen und Mit-Entscheidungsräumen ist kein weicher Faktor, sondern eine zentrale Voraussetzung für Identifikation, Bindung und gemeinsam getragene Verantwortung.</p>
<h4>5. Empowerment &#8211; Entscheidungen bewusst abgeben</h4>
<p>Die Entscheidung kann auch völlig an kompetente Mitarbeitende oder Teams überantwortet werden. Diese entscheiden dann selbstorganisiert. Werden Entscheidung und Verantwortung im definierten Spielraum und klaren Zielen bewusst übertragen und damit auch Lern- und Entwicklungsräume geschaffen, sind wir im Bereich des Empowerment. [2] Die Führung gibt nur noch den Rahmen vor und begleitet den Prozess, ohne ihn zu übernehmen. Das setzt entsprechende Kompetenz auf Mitarbeiterebene, Ressourcen und Reife im System voraus. Der Effekt ist eine Stärkung der Mitarbeitenden, Motivation, Vitalität in der Organisation und größtmögliche Identifikation mit der Organisation.</p>
<h2>Entscheidungen sind Willensbildungsprozesse</h2>
<p style="font-weight: 400;">Klassische Hierarchien stoßen immer wieder an ihre eigenen Grenzen. Bezüglich der Verteilung von Entscheidungsspielräumen zwischen Führungs- und Mitarbeiterebene gilt sich klar zu machen: Entscheidungsmacht abzugeben bedeutet, Verantwortung bewusst zu übertragen – mit klaren Zielen, definierten Rahmen und verlässlicher Unterstützung. Wer delegiert lässt zu, dass Dinge auf unterschiedliche Weise gelöst werden können. Dass es kein Zeichen von Schwäche ist, nicht alles selbst zu entscheiden. Sondern dass es von reifer dialogischer Führung zeugt, Mitarbeitende als kompetent zu sehen, in der Haltung, dass sie ihre Arbeit grundsätzlich mit hoher Eigenverantwortung tun.</p>
<p style="font-weight: 400;">Mit klarer Kommunikation und Erwartungsbildung ist jede Stufe der Entscheidung an sich in Ordnung. Jede Stufe hat ihre eigene Vor- und Nachteile. Für Führungskräfte heißt das: Die eigentliche Führungsleistung liegt oft nicht in der inhaltlichen Entscheidung selbst, sondern in der vorgelagerten Frage: Wie soll situativ im konkreten Kontext entschieden werden? Wer hat welche Kompetenzen? Was ist bereits festgelegt? Wo gebe ich Gestaltungsspielraum? Wie verantworten Mitarbeitende Konsequenzen ihrer Entscheidungen. Hier ist Klarheit zentral: Strategische Weichenstellungen lassen sich oft nicht breit delegieren. Entscheidungen nah an Prozessen, Patienten und Schnittstellen in Kliniken dagegen wohl. Dort liegt Expertise, Erfahrung und Umsetzungswissen. Wird der Raum geöffnet, können bessere Qualität, Entlastung für Führung, Motivation und Empowerment wachsen.</p>
<h2 style="font-weight: 400;">Fazit</h2>
<p style="font-weight: 400;">Wo geteilte Verantwortung auf viele Schultern gesetzt wird, kann hohe Motivation und Lebendigkeit erwachsen. Wann entscheiden Führungskräfte heute zu viel selbst? Wo halten sie Verantwortung fest, obwohl sie im System besser aufgehoben wäre? Und doch auch: Wo bräuchte es umgekehrt mehr Klarheit und Führung, statt diffuse Beteiligung und Verfolgen von Individualinteressen? Es dreht sich letztlich um das rechte Maß an gerechtfertigtem <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/vertrauen-und-kontrolle-in-der-zusammenarbeit/">Vertrauen und Kontrolle</a> im Sinne eines intakten Gemeinsinns. Diese Perspektive und Selbstreflexion können positive Führungskräfte einnehmen, deren erste Sorge der Organisation und weniger den Eigeninteressen gilt.</p>
<p style="font-weight: 400;">
<p style="font-weight: 400;">
<p style="font-weight: 400;">
<h4 style="font-weight: 400;">[1] Vgl. <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/nowak-claus-1-auflage-2015/">Nowak, Claus (2015): Geometrien der Veränderung</a>, Limmer Verlag, Kapitel 3.<br />[2] Rappaport prägte den Begriff des Empowerment. Vgl. Rappaport, Julian (1984), Studies in Empowerment: Steps Toward Understanding and Action, New York.</h4></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/lerneinheit-entscheidungspyramide-von-fuehrungsentscheidungen-und-empowerment/">Lerneinheit Entscheidungspyramide &#8211; Von Führungsentscheidungen und Empowerment</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Moderation Alumni Meeting 2025, B. Braun-Stiftung</title>
		<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/moderation-alumni-meeting-2025-b-braun-stiftung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke &#38; Stefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2025 13:39:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://krankenhausberater.de/?p=18869</guid>

					<description><![CDATA[<p>Referenz Ansprechpartnerinnen vom Alumni Meeting B. Braun-Stiftung: Franziska Otto, Nicole Jacob, B. Braun-Stiftung, Melsungen, 2025</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/moderation-alumni-meeting-2025-b-braun-stiftung/">Moderation Alumni Meeting 2025, B. Braun-Stiftung</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_12 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_18">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_16  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_21  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><ul></ul>
<p style="font-weight: 400; text-align: justify;"><strong>Referenz Ansprechpartnerinnen vom Alumni Meeting B. Braun-Stiftung: </strong><strong>Franziska Otto, Nicole Jacob, <span>B. Braun-Stiftung, </span><span>Melsungen</span>, 2025</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<div>
<h2><strong>Ziel &#8211; Alumni Meeting</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Seit 1966 fördert die B. Braun-Stiftung die Weiterbildung von im Gesundheitswesen tätigen Menschen und seit 2006 setzt sie sich dafür ein, Führungskräfte in der Gesundheitswirtschaft durch interprofessionelle Leadership-Programme zu fördern.  In zwei Formaten &#8211; <a href="https://www.bbraun-stiftung.de/de/programme/mentoringprogramm.html">Berufsbegleitendes Mentoringprogramm</a> und <a href="https://www.bbraun-stiftung.de/de/programme/expertise-in-leadership.html">Expertise in Leadership</a> &#8211; werden moderne Kompetenzen für Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen vermittelt. Zur nachhaltigen Vernetzung lädt die Stiftung die Stipendiatinnen und Stipendiaten aller Jahrgänge jährlich zum Alumni Meeting ein. Das Treffen 2025 stand unter dem Motto: &#8222;Wiedersehen &amp; Weiterdenken: Teamführung über Generationen hinweg&#8220;. Wir hatten die Freude, die beiden inspirierenden Tage im Kloster Haydau zu begleiten.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>Umsetzung</strong></h2>
<h4 style="text-align: justify;"></h4>
<p style="font-weight: 400;">Die Resonanz war von Beginn an sensationell. Bereits einen Tag nach der Ausschreibung waren alle 32 Plätze für das Alumni-Meeting vergeben.</p>
<h4 style="font-weight: 400;">Tag 1</h4>
<p style="font-weight: 400;">Am Freitagmorgen öffneten sich ab 10 Uhr die Türen des Klosters Haydau in Morschen zum „Come Together“. Nach und nach betraten die Teilnehmenden den Raum – mit strahlenden Gesichtern und spürbarer Freude über das Wiedersehen. Schon zu Beginn wurde klar, dass die Verbundenheit unter den Alumni groß ist. <span style="font-size: 16px;">In dieser herzlichen Atmosphäre starteten wir direkt mit einer Aufstellungsarbeit und einer ungewöhnlichen Einstiegsrunde jenseits klassischer Vorstellungsfloskeln. Danach ging es in die Tiefe: In den Workshops zu „Generationen im Team“ trafen unterschiedliche Perspektiven aufeinander, die gegenseitig inspirierten und ein neues Verständnis schufen.</span></p>
<p style="font-weight: 400;">Ein kurzer Mittagsimbiss gab Energie für die nächste Herausforderung. Eine interaktive Session zu Moderation und Beteiligung stand auf dem Plan, die zeigte, wie Teams in Bewegung kommen. Im Anschluss führte ein „Dialogue Walk“ hinaus aus starren Formaten und hinein in lebendige Reflexionen, die sich leicht und offen entfalteten. Zurück im Plenum wurde es ernsthaft und wertschätzend: Wie lässt sich echte Allparteilichkeit leben? Welche Haltungen tragen Teams durch Spannungen? Der Fokus richtete sich auf das, was Führung heute besonders fordert: Menschen begleiten, Diversität nutzen, Reibung verstehen und produktiv machen. Theorie traf auf Praxis.</p>
<p style="font-weight: 400;">Ein kompakter Tagesrückblick rundete den offiziellen Teil ab, bevor der Abend ab 19:30 Uhr bei einem gemeinsamen Essen in geselligem Miteinander ausklang.</p>
<h4 style="font-weight: 400;">Tag 2</h4>
<p style="font-weight: 400;">Am Samstag knüpften wir mit einer kurzen Nachlese an die Impulse des Vortags an. Der Tag stand ganz im Zeichen des Themas Verbindung: Gewaltfreie Kommunikation eröffnete Wege, Kommunikationsbarrieren zu überwinden und echte Begegnungen zu ermöglichen. Nach einer Pause widmete sich die Gruppe der kollegialen Beratung – ein geschützter Raum, in dem Konflikte nicht umgangen, sondern konstruktiv beleuchtet werden. Nach dem Mittagsimbiss folgte ein intensiver Blick auf Wertekonflikte und Selbsterfahrungen rund um Werte. Dabei regten innere Widersprüche zum Nachdenken an. In der Abschlussrunde flossen Erlebnisse, Erkenntnisse und persönliche Vorsätze zusammen, bevor das Alumni-Treffen 2025 um 15 Uhr gefühlt viel zu früh endete und alle Teilnehmenden bereichert und inspiriert die Heimreise antraten.</p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>Ergebnis</strong></h2>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 16px;">Von Anfang bis Ende war die Atmosphäre stimmig und schuf eine Veranstaltung, die durch ihre besondere Dynamik begeisterte. Inhaltlich gab es zahlreiche Impulse, allen voran das zentrale Learning: Wir selbst gestalten die Generationen, mit denen wir künftig zusammenarbeiten. In einer dynamischen Welt wird es immer wichtiger, die besonderen Stärken aller Generationen wahrzunehmen und bewusst einzubinden. Generationenübergreifendes Denken schafft Verbindung, öffnet Räume für neue Perspektiven und ermöglicht innovative Lösungen. Jede Generation bringt ihre eigene Sichtweise und Erfahrung ein und trägt damit wesentlich zum gemeinsamen Erfolg bei – wenn wir es zulassen.</span><br /><span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 16px;"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 16px;"></span></p>
</div></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_19">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_17  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_3">
				
				
				
				
				<a href="https://www.linkedin.com/feed/update/urn%3Ali%3Aactivity%3A7407342150708899840/?midToken=AQGp7Vv9QxlV8A&#038;midSig=04O7SjtRBk8s41&#038;trk=eml-email_notification_single_mentioned_you_in_this_01-hero_notification_cta-0-1ep~cta&#038;trkEmail=eml-email_notification_single_mentioned_you_in_this_01-hero_notification_cta-0-1ep~cta-null-8wxuqd~mjb9mol7~7n-null-null&#038;eid=8wxuqd-mjb9mol7-7n"><span class="et_pb_image_wrap "><img decoding="async" width="1536" height="929" src="https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/12/Training-in-Haydau.jpeg" alt="" title="Training in Haydau" srcset="https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/12/Training-in-Haydau.jpeg 1536w, https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/12/Training-in-Haydau-1280x774.jpeg 1280w, https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/12/Training-in-Haydau-980x593.jpeg 980w, https://krankenhausberater.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/12/Training-in-Haydau-480x290.jpeg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1536px, 100vw" class="wp-image-18916" /></span></a>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_cta_2 et_pb_promo  et_pb_text_align_center et_pb_bg_layout_dark">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_promo_description"><h2 class="et_pb_module_header">Referenz</h2><div><p style="text-align: left; color: #000000;"><b>Projekt</b>: Alumni Meeting B. Braun-Stiftung 2025, Wiedersehen &amp; Weiterdenken: Teamführung über Generationen hinweg<br /><b>Ansprechpartnerin:</b> Franziska Otto &amp; Nicole Jacob, B. Braun-Stiftung, Melsungen<br /><b>Zeitraum: </b>2025<span></span></p></div></div>
				
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/moderation-alumni-meeting-2025-b-braun-stiftung/">Moderation Alumni Meeting 2025, B. Braun-Stiftung</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Wolf und die sieben Giräfflein: Grimms Märchen neu erzählt</title>
		<link>https://krankenhausberater.de/impuls/news/der-wolf-und-die-sieben-giraefflein-grimms-maerchen-neu-erzaehlt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elke &#38; Stefan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2025 11:53:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Impulsgeschichten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://krankenhausberater.de/?p=18760</guid>

					<description><![CDATA[<p>Grimms Märchen zeugen von der autoritären Erziehung von Kindern, damit sie gehorsam vorgegebenen Regeln folgen. Doch es geht auch anders...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/der-wolf-und-die-sieben-giraefflein-grimms-maerchen-neu-erzaehlt/">Der Wolf und die sieben Giräfflein: Grimms Märchen neu erzählt</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_13 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
				<div class="et_pb_row et_pb_row_20">
				<div class="et_pb_column et_pb_column_4_4 et_pb_column_18  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_22  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: justify;"><strong><a href="https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_wolf_und_die_sieben_jungen_geisslein">Der Wolf und die sieben Geißlein</a> ist ein bekanntes Kindermärchen aus der Sammlung der Gebrüder Grimm. Gerade die Grimmschen Märchen sind ein deutsches Kulturgut, das von der traditionellen Abschreckungspädagogik zur moralischen Erziehung von Kindern zeugt. Durch ihre <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/rashomon-wie-motive-unsere-wahrnehmung-praegen/">Narrative</a> vermitteln diese Märchen, dass Kinder sich gehorsam an die Weisungen der Eltern halten müssen, wollen sie in einer gefährlichen Welt bestehen. Dabei geht es auch ganz anders: Der GFK-Trainer Johannes Henn hat das alte Märchen unter dem Titel &#8222;Der Wolf und die sieben Giräfflein&#8220;[1] neu erzählt:</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong></strong></p>
<h2 style="text-align: justify;"><a name="_Toc214404996"></a><a name="_Toc214404993"></a>Der Wolf und die sieben Giräfflein</h2>
<p style="text-align: justify;"><em>Es war einmal eine weise Muttergiraffe, die hatte sieben Girafflein, und die hatte sie lieb, wie eine Mutter ihre Kinder lieb hat. Einmal wollte sie Besorgungen im Wald machen und die Kinder das erste Mal allein zu Hause lassen. Sie rief alle sieben herbei und sprach: „Kinder, ich bin heute unterwegs. Seid ihr nur gut auf der Hut und lasst niemanden ins Haus. Wenn der Wolf ins Haus kommt, kann er euch mit Haut und Haar verschlingen. Er verstellt sich oft, aber an seiner Sprache mit Forderungen, Bedrohungen und Urteilen könnt ihr ihn erkennen.“ Die Giräfflein versicherten, achtsam zu sein: „Du kannst ohne Sorge gehen, wir sind schon groß.“ Da nickte die Muttergiraffe und machte sich auf den Weg.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Es dauerte nicht lange, bis jemand an die Tür klopfte und rief: „Macht auf, Kinder, eure Mutter ist schon wieder da.“ Aber die Giräfflein wussten, dass ihre Mutter so nicht redete und antworteten: „Nein. Wir machen nicht auf. Du bist nicht unsere Giraffenmama. Unsere Mutter redet gewaltfrei, du aber hast eine Forderung gestellt. Du redest wie ein Wolf.“ Da ging der Wolf und machte online einen Crashkurs in Giraffensprache. So lernte er schnell die vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation (GFK), was seine Sprache sofort viel weicher machte.</em></p>
<h4 style="text-align: justify;">Forderungen, Drohungen, Urteile <em></em></h4>
<p style="text-align: justify;"><em>Dann kehrte er zurück zum Giraffenhaus, klopfte an die Tür und rief: „Liebe Kinder, eure Mutter ist vollbeladen wieder da, müde von der Reise. Macht bitte auf. Dann will ich jedem von euch eine kleine Freude machen.&#8220; Die Kinder sagten: „Nein, wir glauben dir nicht, dass du unsere Mutter bist. Du sprichst wie eine Giraffe, aber wir glauben im Inneren bist du gar keine. Unsere Mama gibt uns Einfühlung und ihre Bitten fühlen sich nicht bedrohlich an, sondern offen und von Herzen.“ Erneut zog der Wolf davon und setzte sich nochmal an seinen Online-Kurs, um Einfühlung zu lernen. Die Übungen erweichten sein Herz und er besorgte sich prompt noch sieben Kraftsteine in Herzform, die er den kleinen Girafflein schenken wollte.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Nun lief der Wolf zum dritten Mal zur Tür, klopfte und sprach: „Kinder, eure Mutter ist da und hat jedem was Schönes mitgebracht. Ich bin voll in der Liebe, eine echte Giraffe. Macht ihr mir bitte auf?“ Die Kinder sagten: „Wir wollen erst ganz sicher sein, dass du kein Wolf bist. Sag uns bitte den Schlüsselunterschied zwischen Werturteil und moralischem Urteil.“ Das wusste der Wolf nicht, aber da er jetzt empathische Vermutungen formulieren konnte, sagte er: „Kinder, habt ihr Angst vor dem bösen Wolf, und braucht Vertrauen, dass ich wirklich eine Giraffe bin?“„Ja!“, riefen die Kinder und öffneten die Tür. Wie erschrocken waren sie, als sie merkten, wen sie da herein gelassen hatten.</em></p>
<h4 style="text-align: justify;">Giraffe und Wolf<em></em></h4>
<p style="text-align: justify;"><em>Als der Wolf sein Maul aufsperrte, sagte die kleinste Giraffe: „Oh, Wolf, was hast du für ein großes Maul! Willst du uns jetzt alle verschlingen? Hattest du nicht gesagt, dass du uns allen etwas mitgebracht hast?“ Da erinnerte sich der Wolf an seine Einfühlungsübungen und die Kraftsteine für die Girafflein und fühlte sich auf einmal anders. In dem Moment geschah der Wandel: Er wurde voller Mitgefühl. Statt die Kleinen zu fressen, verband er sich mit ihnen als Freund. Bald schon gaben sie sich gegenseitig Einfühlung, machten GFK-Tanzparkette und öffneten sich einem tiefen Prozess gegenseitiger Verbindung bis sie müde wurden und ein Girafflein nach dem anderen eindöste.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wie erschauerte die Mutter, als sie nach Hause kam und die Tür noch offen war. Sie fürchtete schon, einen schnarchenden Wolf zu finden, der alle ihre Girafflein verschlungen hatte. Sie müsste sicherlich zum Äußersten greifen und ihm den Bauch aufschneiden, um ihre Kinder zu befreien. Doch nein. Die Girafflein lagen versöhnlich um den Wolf herum. Unendlich erleichtert nach dem Schrecken und stolz auf ihren Giraffennachwuchs nahm sie ein Kind nach dem Anderen in ihre Arme und gab jedem einem dicken Kuss. Dem Wolf aber dankte sie aufrichtig für seine Unterstützung und feierte mit ihm noch lange ihre neue Freundschaft und Lebendigkeit.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em></em></p>
<h2>Wie stehen Sie zu alten Märchen?</h2>
<p style="text-align: justify;">Das zugrunde liegende Märchen &#8222;<strong><a href="https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_wolf_und_die_sieben_jungen_geisslein">Der Wolf und die sieben Geißlein&#8220;</a> </strong>der Gebrüder Grimm ist gewaltvoller und mehr an Gehorsam als an Lernprozessen der Kinder orientiert. Die neu erzählte Version mit den Giräfflein ist empathischer und in ihrer Weltsicht differenzierter. Doch beide Varianten verbildlichen <span style="background-color: #ffffff; font-size: 16px;">Warnung vor Gefahren, </span><span style="font-size: 16px;">Ängste von Kindern, familiären Zusammenhalt. Als die Mutter unterwegs ist, sind die Kinder erstmals alleine zuhause. Sie halten wegen der ausdrücklichen Warnungen der Mutter den anklopfenden Täuschungen des Wolfes zweimal stand. Grimms Märchen hat klar die Funktion zu zeigen, dass Kinder sich in Gefahr bringen, wenn sie nicht die Regeln der Eltern befolgen. Denn in ihrer Autorität kennen diese äußere Gefahren. Die Geißleins sind abhängig vom Schutz der Mutter und der Sicherheit des Zuhauses. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: 16px;">Im Märchen mit den </span><a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/biografiearbeit-in-zyklen-von-7-jahre-und-die-7-stufen-der-moral/" style="font-size: 16px;">sieben</a><span style="font-size: 16px;"> Geißlein steht der Wolf für die Angst vor Trennung und Bedrohung. </span>Die Geißlein beachten die Anweisungen, sind aber nicht erfahren genug, den Wolf auch im dritten Anlauf zu enttarnen und lassen ihn ein. So wird die Mutter zur Retterin. Sie befreit und sorgt für Gerechtigkeit. Märchen vermitteln hier eine <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/10-das-spannungsfeld-im-dualismus/">klare Wertorientierung von<span> </span>Gut und Böse</a>. Die Mutter ist gut und verdient Ehre. Der Wolf ist böse und verdient Strafe. Belohnung und Bestrafung stiften emotionale Stabilität. So vermittelt sich ein Gerechtigkeitsgefühl und Vertrauen in das Gute. Doch wirken Märchen wortwörtlich genommen heute v.a. in ihrer drastischen Brutalität nicht kindgerecht: Der Wolf verschlingt die Geißlein mit Haut und Haar. Die Mutter schneidet ihm den Bauch auf, holt die Kinder heraus, legt schwere Steine hinein. Damit stürzt der Wolf in den Brunnen und ertrinkt.</p>
<h2>Verborgene Erzählebene von Märchen</h2>
<p style="text-align: justify;">Märchen sind also Lehrgeschichten für Kinder. Und doch sind sie nicht einfach Kindergeschichten. Was Märchen für Erwachsene interessant macht, ist, dass ihnen neben der direkten Bedeutungsebene eine zweite psychologische Erzählebene innerseelischer Prozesse in Form von Bildern innewohnt.[2] Insofern sind sie auch Schlüssel zum Unbewussten. Die Symbole tragen Botschaften über Seelenanteile in sich und über Gefahren zur Reifung der Seele. Diese Innenorientierung wurde in außenorientierten Dominanzsystemen unterdrückt. Doch die Ebenen verschmelzen und erklären, warum Märchen seit Jahrhunderten wirken: Sie sprechen die Seele auf einer präverbalen, symbolischen, kollektiv geteilten Ebene an. Jede Figur, jedes Motiv und jede Handlung erzählen davon.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Wolf als Archetyp, als Urbild äußerer Gefahr, [3] will als Angst und Schattenaspekt ins Innere eindringen. Dazu täuscht und überfällt er mit falschen Worten und Erscheinungen. Angst raubt und verschlingt das Selbst, statt es zu nähren. Daher warnt die Mutter vor der Gefahr und lehrt die Kinder die Zeichen, woran sie den Wolf erkennen werden. Das Alleinsein im Elternhaus markiert einen Übergang ins Erwachsenenleben, wobei die Kinder noch nicht in den Wald gehen und die geschützte Welt der Kindheit verlassen. Dem Wolf gelingt durch die unschuldige Offenheit der Kinder das Eindringen. Die Geißlein erleben Tod und Wiedergeburt im Bauch des Wolfes. Die Seele wird verschlungen, aber sie kann nicht ausgelöscht werden. Verletzungen der Seele können wieder geheilt werden. Der Wolf wird mit Steinen gefüllt und verliert – versteinert – endgültig alle Macht.[4]</p>
<h2>Moderne Kinderbuchgeschichten</h2>
<p style="text-align: justify;">Geschichten, mit denen sich Kinder in jungen Jahren auseinandersetzen, prägen unbewusst. Wir kommen gar nicht auf die Idee, unsere Kindheitswahrheiten ohne Anlass zu hinterfragen. Insofern stärkten Märchen auch gewisse Indoktrinationen. Moralische Erziehung zum Gehorsam wird in Dominanzsystemen durch Regeln und Normen gemacht, statt dass Individuen ihre Gewissensentscheidungen mit ihren inneren Instanzen entwickeln. So findet Erziehung zum Funktionieren und zur Abhängigkeit statt. Menschen werden nicht in ihrer Menschlichkeit gesehen. Autoritäten setzen die Regeln, statt dass Regeln gemeinsam aufgestellt werden ohne Einzelne dabei zu übergehen und dadurch von allen auch mit Überzeugung umgesetzt werden. Und durch Definition von Pflicht, Strafe und Belohnung, Schuld und Scham halten sie ihre Macht über andere aufrecht.</p>
<p style="text-align: justify;">Regeln werden nicht hinterfragt. Bewusstsein zu ihrer Intention geht immer mehr verloren und Strafe und Lohn werden immer mehr zum Selbstzweck. So wird die Masse an Menschen entmündigt. Die Brutalität der abschreckenden Strafe offenbart die Gewalttätigkeit der Systeme. Moderne Kinderbücher setzen statt auf Brutalität zur Abschreckung auf Dialog und friedliche Konfliktbewältigung. Sie erklären Gefühle, nehmen Selbstwirksamkeit und Reflexion in den Blick statt weiterhin mit Angst, Bedrohung und Konsequenzen zu arbeiten. Das Neuerzählen alter Märchen ist darum nötig, um eine gewaltfreie Variante zu finden. Doch lässt auch das neue Narrativen den Märchen unbeschadet die zweite innerseelische Erzählebene.</p>
<p>.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_23  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_24  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h4 style="text-align: justify;">[1] Der Text wurde von uns nach der Vorlage von Johannes Henn (2021): Der Wolf und die sieben Giräfflein, in: Empathische Zeit 3/2021, S. 34-35, auf Basis des Märchens der Gebrüder Grimm formuliert.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">[2] So etwa Clarissa Pinkola Estés: Die Wolfsfrau, Die Kraft der weiblichen Urinstinkte. </h4>
<h4 style="text-align: justify;">[3] Der Wolf hat sich in der A<span>ußenorientierung verloren und lebt  in einem pessimistischen Weltbild der Gewalt. Doch im Kern hat er selbst nur seine Verletzungen, die er  nicht versorgen kann und kompensiert und hat die Verbindung zu sich selbst verloren.</span></h4>
<div style="text-align: justify;"></div>
<h4 style="text-align: justify;">[4] Hier gibt es deutliche Parallelen zum griechischen Mythos von Kronos, der seine Kinder frisst und der Göttermutter Rheia, die Kronos einen großen Stein verschlingen lässt. Das vom Wolf gefressen werden, wird z.T. mit der Vaterfigur, insgesamt dem Patriarchat und totem Materialismus identifiziert und als Ödipuskomplex interpretiert.</h4></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://krankenhausberater.de/impuls/news/der-wolf-und-die-sieben-giraefflein-grimms-maerchen-neu-erzaehlt/">Der Wolf und die sieben Giräfflein: Grimms Märchen neu erzählt</a> erschien zuerst auf <a href="https://krankenhausberater.de">Krankenhausberater Ruhl Consulting</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
